Wahlen

Likud wählt neuen Vorsitzenden

Die Wahl begann am Morgen und soll um 22.00 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr MEZ) enden. Erste Ergebnisse werden für den frühen Donnerstagmorgen erwartet. Es gilt als sicher, dass Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wieder an die Spitze der Partei gewählt wird…

Koalitionsgespräche erweisen sich als schwierig

Nach Bekanntgabe der Wahlendergebnisse wurde eigentlich angenommen, dass Israels Premierminister Netanjahu (Likud) keine Mühe haben würde, mit Jair Lapids Zentrumspartei Jesh Atid eine Mehrheitskoalition zu bilden. Diese neue Partei war überraschenderweise die zweitstärkste Partei im Land geworden. Nun scheinen die Koalitionsgespräche doch nicht so leicht von der Hand zu gehen, wie anfangs erwartet…

Endergebnis der Knessetwahlen

Die Stimmenauszählung der Wahlen zur 19. Knesset ist abgeschlossen. Von 5.656.705 Wahlberechtigten haben 3.818.441 ihre Stimme abgegeben, die Wahlbeteiligung lag damit bei 67,52%. 40.464 Stimmen waren ungültig. Die Stimmen verteilen sich wie folgt auf die 34 angetretenen Parteien (Es gilt eine Zwei-Prozent-Hürde) …

Benjamin ist Gewinner – Netanjahu der Verlierer

Benjamin Netanjahus Parteienzusammenschluss Likud und Israel Beteinu mag mit 31 Knessetsitzen noch immer Israels grösste Partei bleiben, fest steht jedoch, dass Netanjahu und Avigdor Liebermann 11 Mandate im Vergleich zu den vorigen Wahlen (2009) verloren haben. Israel hat diesmal mehr in die andere Richtung, mehr für etwas Neues gestimmt. Das Volk hat signalisiert, dass es mit Netanjahus Politik unzufrieden ist, weniger mit seiner Aussenpolitik, sondern eher mit der Innenpolitik. Das Wahlergebnis kann man als eine Art Reaktion auf den letzten Gesellschaftsprotest vom Sommer 2011 betrachten. Netanjahu wurde immer wieder nachgesagt, dass er sich mehr um die Reichen im Volk kümmere, als um die Armen und Bedürftigen…

Anti-zionistischer Rabbi: 100 Euro für Verzicht auf Wahl

Mehr als zehntausend ultra-orthodoxe Juden haben am Sonntagabend in Jerusalem gegen den Staat Israel und die heutigen Neuwahlen demonstriert. Hauptredner war der New Yorker Rabbiner Salman Leib Teitelbaum von der weltweit grössten chassidischen Bewegung „Satmar“. Vor einigen Wochen hatte der Rabbi jedem Israeli, der nicht wählen geht, 100 Dollar versprochen. Die Massen, hauptsächlich Männer, Kinder und nur wenige Frauen, versammelten sich im ultra-orthodoxen Viertel Mea Schearim auf dem „Schabbat“-Platz, um Teitelbaum zu hören. Über den Platz waren Banner gespannt, auf denen Verse aus der Torah zu lesen waren. Auf Schildern befanden sich Hinweise darauf, dass die Teilnahme an den Wahlen laut der Torah verboten sei…

Wahlen in Israel haben begonnen

Bis um 21.00 Uhr sind die Wahllokale in Israel geöffnet. Die Parteichefs haben abgestimmt, und es sieht so aus, als sei die Wahlbeteiligung höher als bei den letzten Wahlen vor vier Jahren. Bis um 21.00 Uhr sind die Wahllokale in Israel geöffnet. Die Parteichefs haben abgestimmt, und es sieht so aus, als sei die Wahlbeteiligung höher als bei den letzten Wahlen vor vier Jahren. Die vorgezogene Parlamentswahl in Israel hat mit einer etwas höheren Wahlbeteiligung als vor vier Jahren begonnen. Bis 09.00 Uhr MEZ lag sie nach Angaben der Wahlkommission bei 11,4 Prozent. 2009 seien es zu dem Zeitpunkt 10,3 Prozent gewesen. Mehr als 5,6 Millionen Wahlberechtigte sind (heute) Dienstag aufgerufen, die 120 Mitglieder der Knesset neu zu bestimmen. Die Wahllokale schliessen um 21.00 Uhr (MEZ)…

Ihre Fruchtblase platzte beim Stimmenfang

Bis zum letzten Moment warb die hochschwangere Meirav Cohen Wähler per Telefon an – dann war es so weit: In der Nacht vor der Wahl brachte die Parlamentskandidatin ein gesundes Mädchen zur Welt. Eine Kandidatin für das israelische Parlament hat am Tag der Wahl ein Baby geboren. Die 29-jährige Meirav Cohen von Hatnua (Die Bewegung) brachte in der Nacht zum Dienstag ein gesundes Mädchen zur Welt, wie ihr Mann bestätigte. Die Parteivorsitzende Zipi Livni habe das Paar am Montagabend selbst ins Spital gebracht, sagte Ehemann Juval Admon der Nachrichtenagentur DPA. «Sie hat uns gefahren und dann im Spital mit dem Papierkram geholfen»…

Obama: Netanjahu ist ein Feigling

Eine Woche vor den Wahlen im Land hat sich nun auch der amerikanische Präsident Barack Obama in Israels Wahlen eingemischt. „Netanjahu ist ein politischer Feigling, der den Staat Israel zur Selbstzerstörung führt.“ Dies hat der amerikanische Präsident laut dem anerkannten US-Kommentator Jeffry Goldberg in geschlossenen Gesprächen über Netanjahu gesagt.
In seinem neusten Kommentar schrieb Goldberg, Obama gehe davon aus, dass Benjamin Netanjahu einfach keinen Frieden will und in den Friedensbemühungen verschwendete Zeit sieht. „Obama versteht, dass Netanjahu in den Händen der jüdischen Siedler ist.“…