Wahlen

Viele israelische Araber wählen jüdische Parteien

Die arabische Bevölkerung Israels, 1,6 Mio. an der Zahl, ist frustriert und scheint das Interesse an den Wahlen verloren zu haben. „Wir sind verzweifelt. Jedes Mal wenn wir unsere arabischen Vertreter in das israelische Parlament schicken, kümmern sie sich nur um die Palästinenser (in den Autonomiegebieten), nicht aber um die arabischen Bürger Israels“, sagte Dschamal Chadsch aus der arabischen Stadt Tamara der israelischen Tageszeitung Maariv…

Linke Parteien scheitern an Allianz gegen Netanjahu

Es sind nur noch knapp zwei Wochen bis zur Parlamentswahl in Israel und die wichtigen linksgerichteten Parteien suchen nach Wegen, um den amtierenden Premierminister Benjamin Netanjahu und seine Likud Partei abzulösen. Die linken Wähler sind allerdings schon so zersplittert, dass keine linke Partei realistische Chancen hat, mehr Sitze in der Knesset zu gewinnen als Likud…

Umfragen zu den Wahlen in 11 Tagen

Alles ist entschieden bei den Wahlen zur 19. Knesset? Die Umfragen zeigen ein anderes Bild. Sowohl Yedi´ot Acharonot, als auch Ma’ariv, die Jerusalem Post und Israel ha-Yom haben zum Wochenende aktuelle Umfragen veröffentlicht, die 11 Tage vor den Wahlen zum Teil recht unterschiedliche Eindrücke von deren erwartetem Ausgang bieten. Grundsätzlich sind sich allerdings alle vier Zeitungen einig, wer die ersten beiden Plätze belegen wird: Ha-Likud Beitenu, die vereinigte Liste der Regierungsparteien ha-Likud von Ministerpräsident Binyamin Netanyahu und Israel Beitenu des zurückgetretenen Aussenministers Avigdor Lieberman wird, so ist die Einschätzung, die stärkste Fraktion in der 19. Knesset stellen…

Israelische Wahlkommission verbietet zwei Spots

Am Dienstagmorgen hat im israelischen Rundfunk offiziell der Wahlkampf für die Parlamentswahlen am 22. Januar begonnen. Alle bei der Wahl vertretenen Parteien liessen Wahlkampfspots in Radio und Fernsehen ausstrahlen, zwei wurden allerdings bereits verboten.
Der erste von der israelischen Wahlkommission verbotene Beitrag stammt von der arabischen Oppositionspartei Balad, die mit Hilfe einer Montage israelische Abgeordnete die Nationalhymne des Landes auf Arabisch singen lässt.
Der zweite von der Wahlkommission beanstandete Beitrag stammt von der rechten Partei Jüdisches Heim…

Blumen für Livni

In Israel dreht sich zur Zeit alles um die in 2 Wochen stattfindende Knessetwahl. Likud-Chef Netanjahu soll Tzipi Livni bereits zum zweiten Mal Blumen geschickt haben. Das wäre ein Signal, dass er sie und ihre Partei als Koalitionspartner gewinnen möchte, denn so wäre er nicht auf die ultra-rechten Parteien angewiesen…

Wahllisten stehen fest

Nach vielen Vereinigungen, Spaltungen und Vorwahlen stehen seit Donnerstag endgültig alle Wahllisten für die Wahlen zur 19. Knesset am 22. Januar 2013 fest.
Dabei hat es in den vergangen beiden Tagen noch einige Überraschungen gegeben. So hat Aussenminister Avigdor Liebermann, der Vorsitzende der Partei Israel Beitenu (Israel ist unser Haus), auf seiner Liste auf seinen bisherigen Stellvertreter im Amt des Aussenministers Danny Ayalon verzichtet.
Der frühere Vorsitzende der Arbeitspartei Avoda, Amir Peretz, hat am Mittwoch überraschend verkündet, die Avoda zu verlassen und sich der neugegründeten Partei der früheren Aussenministerin Tzipi Livni, Ha-Tnua, anzuschliessen. Er befindet sich nun auf Platz drei ihrer Liste. Bei der Shas-Partei blieb bis zum Schluss unklar, wer die Liste anführen würde, nachdem für den Parteivorsitz eine Troika-Lösung gefunden worden war. Auf Platz eins steht nun letztendlich der bisherige Vorsitzende Eli Yishai, Arie Deri, bis zu seiner Haftstrafe langjähriger Parteivorsitzender, tritt auf Platz zwei an.
Die Partei des scheidenden Verteidigungsministers Ehud Barak ist nicht mehr dabei. Shalom Simhon, der neue Vorsitzende seiner „Atzmaut“-Partei, teilte überraschend mit, dass auch er sich aus der Politik zurückziehen werde. Es sei Steuergeldverschwendung, eine Partei antreten zu lassen, die eh nur zwei oder drei Sitze erhalten werde, erklärte Simhon.
Unter den Parteien, die sich zur Wahl stellen, ist auch die „Wirtschaftspartei“, für die ein in Israel sehr populärer Kinderentertainer antritt: „Yuval der Clown“.
Insgesamt wurden 34 Wahllisten eingereicht. Zur Wahl stehen nun unter anderem folgende Listen mit folgenden ersten zwei Kandidaten…

Prominente rufen zur Wahl auf

Die Wahlbeteiligung bei den Knessetwahlen sinkt ständig, mit 65,2% lag sie 2009 nur wenig höher als bei den Wahlen zuvor.
Ein Trend, der einigen Prominenten Sorgen macht: Sie haben sich einer Kampagne angeschlossen, die unter dem Slogan „Wähle! Oder jemand anderes wählt für dich“ mehr Bürger an die Wahlurnen bringen soll.
Initiatoren der Kampagne sind einige Anführer der gesellschaftlichen Proteste vom vergangenen Sommer. Mit dabei sind unter anderem die Stars der Satire-Sendung Eretz nehederet, die Sänger Ivri Lider, Rita, Ninette, Shiri Maimon und Shlomi Saban, sowie zahlreiche Schauspieler, Fernseh-Moderatoren und Models. (Ynet)