Wahlen

Proteste in Israel für soziale Gerechtigkeit

Knapp zwei Wochen vor den Parlamentswahlen gibt es neue soziale Proteste in Israel. Auf dem Rothschild-Boulevard in Tel Aviv errichteten Einwohner erstmals seit Jahren wieder Zelte, um auf die Wohnungsnot und die hohen Lebenshaltungskosten aufmerksam zu machen…

Arabische Parteien vereinigen sich

Vier arabische Parteien treten bei den Knessetwahlen am 17. März mit einer gemeinsamen Liste an. Damit reagieren sie auf die Erhöhung der Sperrklausel, die jetzt bei 3,25 Prozent liegt. Derzeit sind elf Abgeordnete von drei arabischen Parteien im israelischen Parlament vertreten…

Linke und Religiöse im Aufwind

In 60 Tagen wird in Israel ein neues Parlament gewählt. Neue Umfragen sehen die Opposition im Aufwind: Die vereinigte Mitte-Links-Liste von Isaac Herzog und der früheren Justizministerin Tzipi Livni würde demnach bis zu 24 Sitze erobern…

Likud wählt neuen Vorsitzenden

Die Wahl begann am Morgen und soll um 22.00 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr MEZ) enden. Erste Ergebnisse werden für den frühen Donnerstagmorgen erwartet. Es gilt als sicher, dass Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wieder an die Spitze der Partei gewählt wird…

Koalitionsgespräche erweisen sich als schwierig

Nach Bekanntgabe der Wahlendergebnisse wurde eigentlich angenommen, dass Israels Premierminister Netanjahu (Likud) keine Mühe haben würde, mit Jair Lapids Zentrumspartei Jesh Atid eine Mehrheitskoalition zu bilden. Diese neue Partei war überraschenderweise die zweitstärkste Partei im Land geworden. Nun scheinen die Koalitionsgespräche doch nicht so leicht von der Hand zu gehen, wie anfangs erwartet…

Endergebnis der Knessetwahlen

Die Stimmenauszählung der Wahlen zur 19. Knesset ist abgeschlossen. Von 5.656.705 Wahlberechtigten haben 3.818.441 ihre Stimme abgegeben, die Wahlbeteiligung lag damit bei 67,52%. 40.464 Stimmen waren ungültig. Die Stimmen verteilen sich wie folgt auf die 34 angetretenen Parteien (Es gilt eine Zwei-Prozent-Hürde) …

Benjamin ist Gewinner – Netanjahu der Verlierer

Benjamin Netanjahus Parteienzusammenschluss Likud und Israel Beteinu mag mit 31 Knessetsitzen noch immer Israels grösste Partei bleiben, fest steht jedoch, dass Netanjahu und Avigdor Liebermann 11 Mandate im Vergleich zu den vorigen Wahlen (2009) verloren haben. Israel hat diesmal mehr in die andere Richtung, mehr für etwas Neues gestimmt. Das Volk hat signalisiert, dass es mit Netanjahus Politik unzufrieden ist, weniger mit seiner Aussenpolitik, sondern eher mit der Innenpolitik. Das Wahlergebnis kann man als eine Art Reaktion auf den letzten Gesellschaftsprotest vom Sommer 2011 betrachten. Netanjahu wurde immer wieder nachgesagt, dass er sich mehr um die Reichen im Volk kümmere, als um die Armen und Bedürftigen…