Sicherheit

Terror und der israelisch-palästinensische Konflikt (5.-11. Juni 2013)

In dieser Woche herrschte Ruhe im Süden Israels. In Judaä und Samarien kam es auch in dieser Woche zu Zusammenstössen, insbesondere am 7. Juni dem „Naksa Tag“, der jedoch ohne besondere Zwischenfälle verlief. Im Norden des Gazastreifens, im Süden des Jordantals und in zahlreichen Städten der Weltfanden Demonstrationen und Kundgebungenstatt. Die Ereignisse wurden in den Medien nur wenig beachtet…

Geheimdienstliches Gipfeltreffen

Mossad-Boss Pardo bat vergeblich um ein Treffen mit Premier Erdogan. Tamir Pardo, der Chef des israelischen Mossad-Geheimdienstes konferierte diese Woche in Ankara mit Hakan Fidan, den Untersekretär der entsprechenden türkischen Agentur. Laut der türkischen Zeitung «Hürriyet» sprachen die beiden Experten sowohl über die Unruhen wegen des zusehends autoritären Regierungsstils von Premier Erdogan, die derzeit die Situation in der Türkei trüben, als auch über die von Syrien und Iran herrührenden Bedrohungen…

Moskau will mit seiner Golan-Initiative Sicherheit in Region festigen

Die von Russland unterbreitete Initiative, seine Blauhelme auf den Golan zu entsenden, resultiert nach Worten von Aussenminister Sergej Lawrow aus dem Bestreben, die Sicherheit im Nahen Osten zu festigen. Die russische Initiative verfolge keine Ziele, die Präsenz in der Region auszubauen, sagte Lawrow vor der Presse in Rio de Janeiro. „Ich habe bislang keine einzige negative Einstellung zu diesem Vorschlag mitbekommen. Allerdings verweist man auf ein Protokoll von 1974. Aber dieses Protokoll könnte durch ein neues ersetzt werden“, sagte Lawrow. Wichtig sei zu verhindern, dass es auf den Golanhöhen zum Blutvergiessen komme. Lawrow versicherte, dass russische Friedenssoldaten ihre Aufgabe zur Stabilisierung der Lage in dieser Region würdig erfüllen werden, sollte Israel und Syrien zustimmen und der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon einen entsprechenden Beschluss fassen…

Geheimdienstbosse: Streik im Aussenministerium ist Risiko

Hausgemachte Gefahr für Israels Sicherheit? Israelische Diplomaten sind bereits seit März im Ausstand. Aus Protest gegen eine angebliche Untergrabung ihrer Lohnstruktur und des, wie es heisst, «Abbaus des Aussenministeriums» führen israelische Diplomaten schon seit März eine Reihe von Sanktionen durch. Zu diesen gehören die Weigerung, Ministern diplomatische Reisepässe auszustellen, die Kommunikation zwischen diplomatischen Missionen in aller Welt und dem Jerusalemer Aussenministerium zu unterbinden sowie die Weigerung, Ministern bei der Vorbereitung von Besuchen anderer Staaten zu helfen. Die streikenden Diplomaten protestieren nicht zuletzt auch dagegen, dass noch kein Aussenminister ernannt worden ist…

Russisches Kontingent auf Golan für Israel akzeptabel

Israel wird laut der israelischen Vizeinnenministerin Faina Kirschenbaum keine Einwände gegen eine Stationierung russischer Blauhelme auf den Golanhöhen haben. „Wir haben gehört, dass einige Länder ihre Friedenskontingente abziehen wollen, weil es bei ihnen Verletzte gegeben hat“, sagte sie am Montag im russischen Radiosender Echo Moskwy. „Wenn Präsident Wladimir Putin beschlossen hat, Kräfte dorthin zu entsenden, so denke ich nicht, dass Israel dagegen sein wird. Wir sind stets dafür, dass es dort jemanden gibt, der die Situation überwacht.“ „Dies können sowohl russische als auch österreichische oder australische Kräfte sein. Uns ist es absolut egal“, fügte sie hinzu…

Golan-Grenzübergang vorerst wieder von Regierungstruppen zurückerobert

Das „Bravo-Gate“, der syrisch kontrollierte Teil des Grenzübergangs ist wieder in der Hand der syrischen Regierungstruppen. Das bestätigte der Sprecher des österreichischen Verteidigungsministeriums, Oberst Michel Bauer Donnerstagmittag im Telefonat mit der APA. Der Krisenstab des Ministeriums tagt laut Bauer weiter. Wie wir berichteten, hatten die syrischen Rebellen den einzigen Grenzposten zu den Golanhöhen erobert – mitten in der eigentlich von UNO-Truppen zu kontrollierenden Waffenstillstandszone. Die Gefechte zwischen den Rebellen und den Truppen des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad dauern zur Zeit aber noch an. Es war von Beginn an unsicher, ob die Aufständischen für längere Zeit die Kontrolle über das sogenannte „Bravo-Gate“ am Rand der ehemaligen Stadt Kuneitra behalten könnten…

Regimegegner erobern Grenzübergang nach Israel auf Golanhöhen

Die syrischen Rebellen haben den einzigen Grenzübergang zwischen Israel und Syrien auf den Golanhöhen eingenommen, berichten israelische Medien am Donnerstag. „Der Kontrollposten Kuneitra ist erstmals seit Beginn des Bürgerkrieges in Syrien im Januar 2011 in die Hände der Aufständischen gefallen“, teilte der israelische Militärrundfunk am Donnerstag unter Berufung auf die Armee sowie das Nachrichtenportal Y-net mit. Ein Militärsprecher wollte auf Nachfragen der Nachrichtenagenturen die Berichte nicht kommentieren. Den Quellen der syrischen Opposition nach, sollen die Regierungskräfte erhebliche Verluste erlitten haben und mindestens vier Panzer sollen zerstört worden sein. Der syrische Teil der Golan-Höhen ist längst zu einem Kriegsschauplatz zwischen den Assad-treuen Truppen und der bewaffneten Opposition geworden. In diesem Raum ist die rund 1000 Mann starke Uno-Friedenstruppe UNDOF stationiert, die seit den 1970er-Jahren die syrisch-israelische Waffenruhe auf den Golanhöhen überwacht…

Entführungsversuch und Steinwürfe, Hamas-Aktivist verhaftet

Am Montag wurde bekanntgegeben, dass der Allgemeine Sicherheitsdienst (SHABAK) hat im Mai einen 26-jährigen Mann aus Ramallah festgenommen, der geplant hatte, Israelis zu entführen. Bei seiner Vernehmung stellte sich heraus, dass der Verhaftete sich im Monat zuvor in Jordanien mit einem Vertreter der Hamas getroffen hatte, der in Israel zu 101 lebenslänglichen Freiheitsstrafen verurteilt worden und im Zuge der Vereinbarung zur Freilassung von Gilad Shalit aus dem Gefängnis entlassen worden war. Drei israelische Soldatinnen sind am Dienstag von Arabern überfallen worden. Offenbar sollten sie entführt werden, was aber wegen der heftigen Gegenwehr der drei jungen Frauen scheiterte. Der Vorfall ereignete sich, als die Soldatinnen zu Fuss unterwegs zu ihrer Kaserne in Zentralisrael waren…

Reserveeinsätze abgesagt

Am Ende eines Treffens zu den bevorstehenden Kürzungen im Wehretat hat Generalstabschef Benny Gantz entschieden, die Einsätze von Reserveeinheiten für dieses Jahr zunächst abzusagen. Unmittelbar betrifft dies vier Truppenverbände, die in den kommenden zwei Wochen bereits zu Einsätzen hätten ausrücken sollen. Etwa 70 weitere Einsätze von Reservisten werden bis Ende des Jahres annulliert und stattdessen von Wehrpflichtigen ausgeführt. Dies würde auf Kosten von Training für die betreffenden Wehrpflichtigen gehen, so ZAHAL…

Pläne einer strikt geheimen Militärbasis veröffentlicht

Wie wir bereits im April über den eigentlich geheimen Bau der Anlage 911 in Israel berichteten, wurden jetzt wiederholt auf einer staatlichen Website durch die US-Regierung Einzelheiten einer bis dahin strikt geheimen Militärbasis veröffentlicht. Diese soll nach der öffentlichen Verlautbarung dereinst das Verteidigungssystem der ballistischen Rakete «Arrow 3» beherbergen. Eine tausend Seiten starke detaillierte Beschreibung des Projekts, das die USA für Israel errichten wird, ist auf einer staatlichen Website für Geschäftsmöglichkeiten publiziert worden, um Unternehmern zu gestatten, Angebote für das 25-Millionen-Dollar-Projekt zu unterbreiten, wie Sheera Frenkel von McClatchy’s zu Beginn der Woche enthüllte. Die Dokumente für die Unterbreitung von Offerten sind zunächst von der Publikation Jane’s Defense Weekly beschrieben worden. Das Magazin diskutierte die Details im Rahmen einer Geschichte über das neue Verteidigungssystem…