Golan-Grenzübergang vorerst wieder von Regierungstruppen zurückerobert


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Quneitra, nahe der Grenze zu Israel, 06.06.2013.
Photo by Gil Eliyahu

Das „Bravo-Gate„, der syrisch kontrollierte Teil des Grenzübergangs ist wieder in der Hand der syrischen Regierungstruppen. Das bestätigte der Sprecher des österreichischen Verteidigungsministeriums, Oberst Michel Bauer Donnerstagmittag im Telefonat mit der APA. Der Krisenstab des Ministeriums tagt laut Bauer weiter.

Wie wir berichteten, hatten die syrischen Rebellen den einzigen Grenzposten zu den Golanhöhen erobert – mitten in der eigentlich von UNO-Truppen zu kontrollierenden Waffenstillstandszone. Die Gefechte zwischen den Rebellen und den Truppen des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad dauern zur Zeit aber noch an. Es war von Beginn an unsicher, ob die Aufständischen für längere Zeit die Kontrolle über das sogenannte „Bravo-Gate“ am Rand der ehemaligen Stadt Kuneitra behalten könnten.

Im Zuge der Kampfhandlungen sind auch auf israelisch kontrollierter Seite einige Granaten eingeschlagen, darunter beim Logistik-Bataillon der UNO-Truppen im unmittelbar an der Waffenstillstandslinie gelegenen „Camp Ziouani“. Das Camp wird von indischen Blauhelmen betrieben, es halten sich aber auch einige Österreicher dort auf. Bei diesen Einschlägen solle es sich jedoch  um keinen gezielten Beschuss gehandelt haben.

Das israelische Militär hat die Region auf den Golanhöhen auf israelischer Seite zum militärischen Sperrgebiet erklärt. Zu Angaben über israelische Truppenverstärkungen entlang der Grenze wollte sich eine Militärsprecherin ebenso wenig äussern wie zu Berichten, auf syrischer Seite sei ein Soldat der Beobachtertruppe UNDOF verletzt worden.

Auch im Libanon sind nach Polizeiangaben Raketen aus Syrien in der Hisbollah-Hochburg Baalbek eingeschlagen. Wie die dortigen Sicherheitsbehörden am Donnerstag erklärten, wurden mindestens 18 Geschosse aus dem Nachbarland auf die Stadt in der grenznahen Bekaa-Ebene abgefeuert. Seit die schiitische Hisbollah-Miliz sich vor etwa zwei Wochen zu ihrem Kampfeinsatz an der Seite der Truppen des Regimes von Präsident Bashar al-Assad bekannt hat, mehren sich die Raketenangriffe auf den Libanon. (JNS und Agenturen)



Kategorien:Sicherheit

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