Die syrischen Rebellen haben den einzigen Grenzübergang zwischen Israel und Syrien auf den Golanhöhen eingenommen, berichten israelische Medien am Donnerstag.
„Der Kontrollposten Kuneitra ist erstmals seit Beginn des Bürgerkrieges in Syrien im Januar 2011 in die Hände der Aufständischen gefallen“, teilte der israelische Militärrundfunk am Donnerstag unter Berufung auf die Armee sowie das Nachrichtenportal Y-net mit. Ein Militärsprecher wollte auf Nachfragen der Nachrichtenagenturen die Berichte nicht kommentieren.
Den Quellen der syrischen Opposition nach, sollen die Regierungskräfte erhebliche Verluste erlitten haben und mindestens vier Panzer sollen zerstört worden sein. Der syrische Teil der Golan-Höhen ist längst zu einem Kriegsschauplatz zwischen den Assad-treuen Truppen und der bewaffneten Opposition geworden. In diesem Raum ist die rund 1000 Mann starke Uno-Friedenstruppe UNDOF stationiert, die seit den 1970er-Jahren die syrisch-israelische Waffenruhe auf den Golanhöhen überwacht.
Das österreichische Verteidigungsministerium. Österreichische Blauhelmsoldaten befinden sich unter Beschuss, das wurde dem KURIER bestätigt. Unmittelbare Gefahr bestehe aber noch nicht.
Die österreichischen Soldaten scheinen buchstäblich in der Falle zu sitzen. „Shelter-Alarm“ wurde ausgelöst und die Soldaten sollen sich in die Bunker zurückgezogen haben. Das Problem: der einzige Ausgang, das sogenannte „Bravo-Gate“, scheint durch die Kampfhandlungen zwischen den Rebellen und den Truppen des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad blockiert zu sein. Laut der Onlineausgabe der israelischen Zeitung Haaretz soll ausserdem eine Mörsergranate den UN-Stützpunkt getroffen haben.
Die Gefechte dauern der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge noch an. Daher sei unklar, ob die Aufständischen für längere Zeit die Kontrolle über das „Bravo-Gate“ am Rand der ehemaligen Stadt Kuneitra behalten könnten.
Der Krisenstab des österreichischen Verteidigungsministeriums berät laut dem Sprecher des Ministeriums Michael Bauer über die Lage. Verteidigungsminister Gerald Klug hat alle anderen Termine abgesagt.
Durch die Einnahme des Grenzpostens in der demilitarisierten Zone sind die syrischen Rebellen direkt an die Grenze zum von Israel besetzten Teil der Golanhöhen herangerückt und bringen die UNO-Mission in höchste Gefahr. Sie haben damit die Kontrolle über das Trümmerfeld, das einst die Stadt Kuneitra war, erlangt und vor allem über das Eingangstor in das Einsatzgebiet der Blauhelme, durch das mittlerweile sämtliche Güter- und Truppentransporte erfolgen. Deshalb scheinen die österreichischen Soldaten derzeit abgeschnitten zu sein.
Die Onlineausgabe der Jerusalem Post berichtet mit Verweis auf Militärquellen, sollte der Grenzposten endgültig unter die Kontrolle der Rebellen fallen, würde das Israels Haltung gegenüber dem Syrien-Konflikt gegenüber massgeblich beeinflussen und verändern.
Das israelische Militär hat ausserdem Bauern und Landarbeiter angwiesen das Grenzgebiet zu meiden, ausserdem wurde Zivilisten der Zutritt zu dem Kibbutz Ein Zivan, das nahe der Grenze liegt, verboten. Das Gebiet wurde auf israelischer Seite zum Teil gesperrt. Ein israelischer Bauer berichtete von massiven Rauchschwaden über dem Grenzposten. Israelische Krankenwagen brachten Menschen in Sicherheit.
In der Vergangenheit waren bei Kämpfen zwischen syrischen Rebellen und Regierungstruppen auf den Golanhöhen immer wieder Geschosse auf der israelischen Seite der Waffenstillstandslinie eingeschlagen. Vor zwei Wochen wurde eine israelische Patrouille von syrischen Soldaten beschossen. Zudem verschleppten Aufständische wiederholt Blauhelmsoldaten, die im Auftrag der Vereinten Nationen die Einhaltung der Waffenstillstandslinie überwachen sollen. (JNS und Agenturen)
Kategorien:Sicherheit

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