In der Jerusalemer Davidstadt ist eine kanaanitische Inschrift gefunden worden. Sie könnte der älteste alphabetische Text aller Zeiten sein. Die Inschrift, eingeritzt in den Rand eines Tonkrugs, stammt nach Ansicht von Archäologen aus dem zehnten Jahrhundert vor dieser Zeit. Die Ausgrabungen wurden von Dr. Eilat Mazar (Hebräische Universität Jerusalem) geleitet. Sie unterstrich, dass die Inschrift einzigartig sei. Man habe aber nicht klären können, was sie bedeute: „Die Inschrift verläuft von links nach rechts und nur ein paar der Buchstaben sind lesbar, während andere unleserlich sind. Wir können annehmen, dass die Inschrift auf den Namen des Besitzers des Kruges hinweist oder die Adresse, von welcher der Krug verschickt wurde oder die Adresse, an die er gesendet werden sollte. Die Inschrift könnte auch auf den Inhalt des Kruges hinweisen.“ Die Forscher vermuten, dass der Text von einem nicht-israelitischen Bewohner der Stadt geschrieben wurde, der während der Herrschaft Davids und Solomons lebte. Um welche Sprache es sich handelt, ist unklar.
Die bislang älteste gefundene Inschrift in althebräischer Schrift ist 250 Jahre jünger und stammt vom biblischen König Hiskia. Von palästinensischer Seite wurden die Ausgrabungen am Rande der Altstadt scharf kritisiert. Sie forderten die israelischen Behörden auf, sämtliche Ausgrabungen und Arbeiten in der Nähe des Tempelberges zu unterbinden. Israel versicherte, dass durch die Ausgrabungen keine muslimischen Heiligtümer beeinträchtigt würden. (JNS, ih)
Kategorien:Kultur
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