Israel exportiert Äpfel nach Syrien


Die Qualität der Äpfel von den Golanhöhen ist so besonders, dass der syrische Verbraucher nicht auf sie verzichten will – auch nicht nach über vierzig Jahren, seit das Gebiet in israelische Hände übergangen ist.

Von den drusischen Apfelbauern werden die syrischen Konsumenten nicht enttäuscht. Bereits seit sieben Jahren werden mit Hilfe des israelischen Landwirtschaftsministeriums Äpfel von den Golanhöhen in das östliche Nachbarland exportiert.

Die neue Landwirtschaftsministerin Orit Noked (Atzma’ut) unterstützt dies ganz entschieden: „Die Äpfel werden in den Packhäusern auf dem Golan verpackt und auf die syrische Seite hinübergebracht. Ich hoffe, in Zukunft werden wir die Beziehungen mit Syrien im Bereich der Landwirtschaft und auch in anderen Bereichen auf direkte Weise ausweiten.“


Blick über die Golanhöhen

In den kommenden zwei Monaten sollen ganze 12 000 Tonnen israelischer Äpfel der Sorte Starking und Golden Delicious nach Syrien exportiert werden. Die Vermittlungsfunktion bei dem grenzüberschreitenden Transfer übernimmt das Internationale Rote Kreuz. Die syrischen Kunden schwärmen von den israelischen Äpfeln und sehen sie als eine Delikatesse. Dies ist der einzige kommerzielle Handel zwischen den beiden Nachbarstaaten. Die neue Landwirtschaftsministerin Orit Noked hofft, dass die Geschäftsbeziehungen zwischen Syrien und Israel in Zukunft noch weiter ausgebaut werden. „Der Handel mit den Äpfeln zeigt, dass es durchaus möglich ist, eine friedliche Handelsbeziehung zu führen. Die Äpfel schaffen etwas, das den Politikern bis jetzt nicht gelungen ist.“



Kategorien:Wirtschaft

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