Merck baut Kooperation in Israel aus


Merck Seronos Forschungs- und Entwicklungszentrum in Yavne bei Tel Aviv

Merck Seronos Forschungs- und Entwicklungszentrum in Yavne bei Tel Aviv
© Merck Serono

Das Pharmaunternehmen Merck KGaA erweitert seine Kooperation mit israelischen Biotechfirmen. Zwei neue Unternehmen würden künftig im Bioinkubator-Fonds von Merck-Serono am Standort in der israelischen Kleinstadt Javne mitarbeiten, teilte der Geschäftsleiter der Pharmasparten, Stefan Oschmann, am Dienstag in Israel mit.

So wird die Firma Metabomed an der Erforschung des Krebsstoffwechsels und im Bereich der rechnerbasierten Biologie forschen. ChanBio, die zweite Firma, wird sich auf Antikörper konzentrieren, die im weitesten Sinne als wichtige therapeutische Ziele für die Behandlung von Multipler Sklerose angesehen werden.

Im Bereich der Bekämpfung der Erkrankung des zentralen Nervensystems ist Merck-Serono mit den Medikamenten Rebif und Erbitux seit vielen Jahren führend in der Therapie. Beide wurden von israelischen Wissenschaftlern am Weizman-Institut für Wissenschaften entwickelt.

Merck kooperiert mit Israel, insbesondere mit dem Weizman-Institut, seit Ende der 1970er Jahre und war das erste deutsche Pharmaunternehmen im Land. Es gehe jetzt um die Weiterentwicklung der Produkte, sagte Oschmann. In Israel bestünden hervorragende Bedingungen dafür. „Die israelische Innovationslandschaft passt perfekt“, sagte er.

Der Biomed- Inkubator Fonds wurde von Merck 2012 am Standort in Yavne eröffnet und arbeitet unter dem Dach der Biotechnologietochter Inter-Lab. Geplant sind Investitionen in Höhe von zehn Millionen Euro binnen sieben Jahren. Junge Unternehmen werden finanziell gefördert und bekommen voll ausgestattete Labore und Geschäftsräume zur Verfügung gestellt. Der Konzern erhofft sich dadurch Innovationen in den Anwendungsbereichen Onkologie, neurodegenerative Krankheiten, Rheumatologie, Fruchtbarkeit und Endokrinologie.

(JNS und Agenturen)



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