Steigende Besorgnis über C-Waffen in syrischer Rebellenhand


In der israelischen Regierung wächst die Sorge, dass syrische Chemiewaffen in die Hände von Rebellen oder von Feinden im benachbarten Libanon geraten könnten. In ungewöhnlich deutlichen Worten warnte Vizeministerpräsident Silwan Schalom heute im israelischen Armeerundfunk vor einem „Überschreiten roter Linien“ durch die Rebellen.

Sollten die Aufständischen oder die libanesische Schiiten-Miliz Hisbollah in den Besitz syrischer Massenvernichtungswaffen kommen, würde das die militärischen Kapazitäten dieser Gruppen dramatisch verändern, warnte Schalom.

Eine solche Entwicklung bedeute „das Überschreiten aller roten Linien und würde eine neue Herangehensweise“ aufseiten Israels nötig machen, einschliesslich vorbeugender Operationen, sagte der Vizepremier in Anspielung auf ein Eingreifen des jüdischen Staates in den Konflikt. Mitglieder des israelischen Generalstabs hatten bereits früher erklärt, die Notfallpläne für einen militärischen Einsatz lägen in der Schublade.

Der Bürgerkrieg in Syrien griff in der Vergangenheit immer wieder sporadisch auf Israel über. Granaten und Raketen waren auf den israelisch annektierten Golanhöhen eingeschlagen und hatten auch bereits zu Opfern geführt. Die Regierung bemühte sich aber stets, die Bedeutung solcher Zwischenfälle nicht zu überhöhen.



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