Regierung stärkt Gemeinden an der Gaza-Grenze


Überreste von Kassam-Raketen in der Polizeistation von Sderot.

Überreste von Kassam-Raketen in der Polizeistation von Sderot.

Der israelische Staat unterstützt die Städte und Gemeinden an der Grenze zum Gazastreifen, die immer wieder unter Raketenangriffen von islamistischen Terroristen zu leiden haben. Die Regierung gab jetzt grünes Licht für Zuschüsse an die Kommunen und Steuererleichterungen für deren Bewohner. „Solange die Spannungen andauern, wird die Regierung diesen Kommunen helfen“, versprach Regierungschef Netanjahu. Die Ankündigung kam wenige Tage nachdem in der besonders häufig beschossenen Kleinstadt Sderot ein neuer Bahnhof in Betrieb genommen wurde, der eine schnelle Zugverbindung nach Tel Aviv ermöglicht.

Der Bahnhof ist besonders gegen Raketentreffer geschützt. Mindestens einmal pro Stunde fährt nun ein Zug nach Tel Aviv. Die stressgeplagten Bewohner von Sderot erreichen die Mittelmeer-Metropole in weniger als einer Stunde. Dies ist in der strukturschwachen Region besonders wichtig. Etwa die Hälfte der 20.000 Bewohner von Sderot hat kein eigenes Fahrzeug. Neben dem neuen Bahnhof soll nun ein neues Einkaufszentrum gebaut werden.

Die Regierung hat der Stadt Sderot einen Zuschuss in Höhe von acht Millionen Schekel (rund 1,7 Millionen Euro) genehmigt, weitere fünf Millionen Schekel (etwa 1,04 Millionen Euro) erhalten die benachbarten Landkreise. Die vom Gaza-Terror betroffenen Einwohner erhalten einen 20-prozentigen Nachlass bei der Einkommensteuer sowie verschiedene Gebührenermässigungen. Insgesamt wendet die Regierung nach Angaben des Büros von Ministerpräsident Netanjahu 166 Millionen Schekel (rund 34,5 Millionen Euro) auf, um die Einwohner, die örtlichen Behörden und die regionale Wirtschaft an der Gaza-Grenze zu stärken. (ih)



Kategorien:Sicherheit

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