Der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet hat in Zusammenarbeit mit der Justizbehörde eine Verschwörung von palästinensischen Strafgefangenen vereitelt. Sie hatten nach offiziellen Angaben vor, israelische Soldaten zu entführen und sie als Verhandlungsobjekte zu nutzen, um aus dem Gefängnis entlassen zu werden. Die mutmasslichen Drahtzieher verbüssen bereits lebenslange Haftstrafen.
Gegen die Verdächtigen wurde nun am Militärgericht in Salem eine Anklage eingereicht. Laut den Ermittlern waren die Entführungen für April geplant. Die Verdächtigen sollen aber bereits seit 2012 umfangreiche Pläne geschmiedet haben: Sie rekrutierten in der Haft Gefangene, die ihre Strafen weitgehend verbüsst hatten. Sie sollten nach ihrer Freilassung die Entführungen ausführen.
Über in die Haftanstalt geschmuggelte Mobiltelefone haben die Verschwörer Anweisungen nach aussen gegeben: Mittäter sollten ein Versteck vorbereiten, Waffen sowie Betäubungsmittel besorgen und Fahrzeuge stehlen. Ausserdem erhielten sie die Anweisung, sich in Saudi-Arabien mit einem Agenten zu treffen, der sie mit Geld versorgen sollte.
Die Entführungen der israelischen Soldaten sollten nach den Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden in den Palästinensergebieten stattfinden. Offenbar gab es konkrete Pläne für Aktionen in Huwara, Ariel und Yitzhar in Samaria. (ih)
Kategorien:Sicherheit
Mossad plante die Überwachung russischer Oligarchen in Italien
Belege für Einsatz iranischer Drohnen in Ukraine
Was Israel aus Russlands-Krieg gegen die Ukraine lernen können
Sicherheitsrisiko Türkei – Iranische Attentäter warteten im Hotel
Hinterlasse einen Kommentar