Bei Tefal liegt Jerusalem in „Palästina“


TefalTefal ist in den deutschsprachigen Ländern ein Begriff. Der zum französischen SEB-Konzern gehörende Hersteller von Haushalts- und Elektrokleingeräten ist seit über 25 Jahren auf dem deutschen Markt präsent. Nun sorgt Tefal im Heiligen Land für Schlagzeilen: Auf seiner internationalen Webseite hat das Unternehmen Israel vollständig entfernt. Stattdessen gibt es nur noch „Palästina“. Selbst die Tefal-Verkaufsstelle im Jerusalemer Gewerbegebiet Atarot befindet sich laut Internet-Auftritt des Unternehmens nun in Palästina.

Der internationale Konzern ist weltweit bekannt für Küchengeräte, Grills und Waffeleisen bis hin zu Toastern, Pfannen und Töpfen. Auch Fritteusen und Dampfbügeleisen gehören zum Warensortiment.

Die SEB-Gruppe ist einer der führenden Hersteller von Elektrokleingeräten und Haushaltswaren und in über 120 Ländern der Erde vertreten. Der Konzern hat bekannte Marken wie Moulinex oder Rowenta übernommen. Der Begriff „Israel“ kommt auf der internationalen Website von Tefal nicht mehr vor. Israelis, die nach einem örtlichen Händler suchen, finden diesen nur noch unter dem Stichwort „Palästina“. Die arabischen Nachbarstaaten Israels sind jedoch alle aufgeführt.

In Israel sieht man in der Massnahme des französischen Konzerns einen erneuten Versuch, das Existenzrecht des jüdischen Staates in Frage zu stellen. In jüngster Vergangenheit gab es eine ganze Reihe von Vorfällen, die in diese Richtung zielen. So tauchten bei den Vereinten Nationen Landarten auf, auf denen Israel „versehentlich“ nicht mehr verzeichnet war. In den USA muss der Oberste Gerichtshof entscheiden, ob Juden, die in Jerusalem geboren sind, rechtmässig „Israel“ als Geburtsland angeben können: Die USA erkennen nicht an, dass Jerusalem die Hauptstadt des jüdischen Staates ist. (ih)



Kategorien:Wirtschaft

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