Die nahöstliche Gerüchteküche über den Verbleib des gestürzten ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak brodelt: Mubarak ist tot. Mubarak ist bewusstlos. Mubarak nimmt trotz seiner Krankheit keine Pillen. Er hält sich in seinem Palast in Scharm el-Scheich im Süden der Sinaihalbinsel auf und wird von seinen Familienangehörigen daran gehindert, Fernsehen zu schauen. Mubarak hat ein Luxushotel in der israelischen Stadt Eilat bezogen.
Das Hotel sei von vielen israelischen Sicherheitsleuten umzingelt und Hubschrauber überfliegen es. Dieses letzte Gerücht verbreitete die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma´an“ unter Berufung auf den israelischen Nachrichtendienst „Al-Arab“. Die deutsche Ehrenkonsulin in Eilat, Barbara Pfeffer, sagte dazu auf Anfrage: „Ich sass heute im Klatschcafé von Eilat und niemand hat derartiges gehört. Und Hubschrauber hätten wir trotz des Sturmes gehört.“
Ungenannte Ägypter, die Mubarak nahe stehen, versuchen, die Gerüchte über seinen Tod zu dementieren. Doch solange Mubarak sich nicht im Fernsehen zeigt und es nicht einmal zuverlässige Informationen über seinen Aufenthaltsort gibt, kann auch diesen Dementis nicht wirklich Glauben geschenkt werden. Es wird zudem behauptet, dass mehrere Herrscher der arabischen Welt mit Mubarak telefoniert hätten, darunter Libyens Diktator Muammar Gaddafi, um sich nach seinem Ergehen zu erkundigen. Ohne Namen zu erwähnen, hätten auch israelische Politiker mit Mubarak gesprochen. Doch werde nicht veröffentlicht, wer mit ihm telefoniert habe, damit das nicht in Ägypten politisch ausgenutzt werden könne, hiess es im israelischen Rundfunk.
Kategorien:Nahost
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