Falls die israelische Regierung Gebiete im Westjordanland aufgeben sollte, wird es nicht zu einem Bürgerkrieg kommen. Diese Ansicht äusserte Israels Staatspräsident Schimon Peres am Dienstag in Aschkelon vor Journalisten. Die Mittelmeerstadt hatte dem Staatsoberhaupt die Ehrenbürgerwürde verliehen.
Er gehe davon aus, dass die von einer solchen Massnahme betroffenen Siedler dazu bereit wären, die Entscheidung der Mehrheit zu akzeptieren, sagte Peres laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“. Er räumte jedoch ein, dass solch eine Angelegenheit nicht einfach wäre, da die Siedler dazu neigten, jeden für eine Veränderung ihrer Situation verantwortlich zu machen.
Peres hatte in Aschkelon die Ehrenbürgerwürde der Stadt erhalten. Laut dem Bericht war er der erste nationale Führer, der die Stadt als Entwicklungsgebiet auswählte, das es verdient, von der Regierung unterstützt und gefördert zu werden. Er habe sich massgeblich für den Ausbau des Yachthafens und die Entwicklung des regionalen Tourismus eingesetzt. Zudem habe er den Bürgern moralisch beigestanden, als sie während der israelischen Operation „Gegossenes Blei“ gegen die Hamas im Gazastreifen zum Jahreswechsel 2008/2009 unter palästinensischen Beschuss geraten waren.
Das Staatsoberhaupt stellte sich in der Stadt ausserdem einer Fragerunde mit rund 1.000 Schülern. Dabei betonte es, dass ein Abkommen zwischen Israel und den Palästinensern möglich sei. Die Kluft zwischen beiden Völkern sei nicht so gross, dass sie unüberwindbar sei. Die Differenzen seien eher psychologisch und emotional begründet und weniger territorial.
Kategorien:Gesellschaft
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