Die palästinensische Hamasregierung im Gazastreifen hat die Aufnahme palästinensischer Flüchtlinge aus dem bürgerkriegsgeplagten Syrien verweigert. Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für palästinensische Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRAW) bat vor zwei Wochen die Palästinenserregierung, ihre palästinensischen Geschwister aus Syrien aufzunehmen.
Diese sind vor den syrischen Rebellen aus ihren Flüchtlingslagern geflohen, weil sie sich auf die Seite des syrischen Staatschefs Baschar el Assad gestellt haben. Palästinenserchef Ismail Haniya verweigerte die Bitte mit der Behauptung, dies könne einen gefährlichen Präzedenzfall für weitere palästinensische Flüchtlinge, die in den Gazastreifen kommen, darstellen. Er erklärte, die Flüchtlinge sollten nach Israel zurückkehren und nicht in den Gazastreifen. Auch habe die Regierung im Gazastreifen nicht die finanzielle Kapazität, erklärte die Hamasregierung gegenüber UNRAW.
Palästinenserchef Mahmud Abbas in Ramallah verweigerte ebenfalls jegliche Aufnahme palästinensischer Flüchtlinge in den Palästinensergebieten in Judäa und Samaria. Auch wenn die Palästinenserregierungen in Ramallah und Gaza nicht die Finanzen für die Aufnahme ihrer palästinensischen Geschwister haben, so ist die Absage an ihre syrischen Brüder in Zeiten der Not doch sehr seltsam. Auf einer Seite verlangen die Palästinenser im Gazastreifen und Ramallah ständige Hilfe von der UNRAW für sich selbst und andererseits verweigern sie, die sich selbst ebenso als Flüchtlinge betrachten, anderen Flüchtlingen aus ihrem Volk zu helfen.
Vor über 60 Jahren war Israel ebenfalls nicht in der finanziellen Lage, jüdische Einwanderer aufzunehmen. Dennoch wurde jeder herzlich willkommen geheissen und im Land untergebracht. Im Libanon sind bereits 2.500 palästinensische Flüchtlingsfamilien untergebracht, 13.000 Menschen an der Zahl.
Den Palästinensern scheint es nicht wirklich um das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge zu gehen. Sie haben kein Problem damit, demographisch den Judenstaat zu überschwemmen, aber wehe es geht an ihre Dörfer und Städte. Das Flüchtlingsproblem wird nur als politisches Werkzeug gegen Israel missbraucht. Laut UNO-Angaben sind seit dem Ausbruch der Unruhen in Syrien bislang 60.000 Menschen ums Leben gekommen.
Kategorien:Nahost
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