Nach dem Mord an dem jüdischen Familienvater Eviatar Borovsky (31) ist die Lage im sogenannten Westjordanland angespannt. Die Armee und die Polizei zeigen starke Präsenz, da heftige Unruhen befürchtet werden. Empörte Siedler hatten am Dienstag Autos und Häuser von Palästinensern mit Steinen beworfen und Felder angezündet. Die Palästinenser attackierten daraufhin die Siedler. Die Polizei nahm zehn Randalierer fest.
Eviatar Borovski, Vater von fünf kleinen Kindern, stammt aus der Siedlung Jitzhar. Er war am Dienstag an einer Bushaltestelle von einem 24-jährigen Palästinenser niedergestochen worden. Der Terrorist schnappte sich anschliessend die Pistole seines Opfers und schoss auf einen Offizier der Grenzpolizei. Der erwiderte das Feuer und traf den 24-jährigen. Der Täter wurde festgenommen und liegt nun mit nicht lebensbedrohenden Verletzungen im Krankenhaus. An der Beerdigung des ermordeten Siedlers nahmen über 1000 Menschen teil. Viele zeigten sich verbittert über die Regierung, die nichts tue, um die Siedler vor Übergriffen zu schützen.
Nach den bisherigen Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden handelt es sich bei dem 24-jährigen um einen Einzeltäter. Er stammt aus einem Dorf bei Tulkarem und sass bereits drei Jahre im Gefängnis, weil er Steine auf Israelis geworfen hatte. Vor sechs Monaten war er entlassen worden.
Kategorien:Nahost

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