Erneut wird der Süden Israels von Milliarden Heuschrecken heimgesucht (wir berichteten gestern bereits). Seit Anfang März ist es bereits das dritte Mal, dass die Felder von den Insekten geradezu überflutet werden. Mehrere Versuche, die Tiere durch massives Versprühen von Pestiziden zu vernichten, sind gescheitert. Die Bauern fürchten um ihre Feldfrüchte. Die Verwaltung der Region Ramat Negev hat sich an die Regierung gewandt mit der Bitte, das Militär einzuschalten. Die Heuschreckenplage sei ein ökologisches und landwirtschaftliches Desaster. Bei einer Sitzung mit dem Generaldirektor des Landwirtschaftsministeriums, Experten und Vertretern der Landwirte wurde entschieden, die Überwachung der Felder zu verbessern und die Abwehrmassnahmen stärker zu koordinieren.
Die Heuschrecken hatten trotz der Pestizide im März noch Eier gelegt, aus denen nun die nächste Generation geschlüpft ist. Die Schädlinge breiten sich kontinuierlich im Süden des Landes aus. Auch die Bauern in der westlichen Negev machen sich Sorgen um ihre Ernte. Bereits in einer Woche sollten die Insekten so weit entwickelt sein, dass sie in die grüneren Regionen fliegen können und dort die Existenz der Bauern gefährden. Es soll sich um den grössten Heuschreckenbefall seit 1915 handeln.
Kategorien:Wirtschaft

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