Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat ein Problem. Zusammen mit seiner Frau Sara war er nach London geflogen, um an der Beerdigung der früheren britischen Regierungschefin Margret Thatcher teilzunehmen. Damit er den knapp fünfstündigen Flug ausgeruht übersteht, liess er im Flugzeug ein Doppelbett inklusive Sichtschutz einbauen. Das israelische Fernsehen berichtete, Netanjahus Schlafkabine habe den Steuerzahler umgerechnet rund 98.600 Euro gekostet. Daraufhin hagelte es Kritik. Der Regierungschef entschuldigte sich mit dem Argument, die Umbaukosten seien ihm nicht genannt worden. Nun hat sich Israels oberster Finanzkontrolleur eingeschaltet: Rechnungshof-Chef Joseph Shapira hat eine Untersuchung eingeleitet. In der kommenden Woche soll es eine Anhörung geben.
Der Finanzkontrolleur hat es nicht nur auf das fliegende Doppelbett abgesehen. Er soll auch die Ausgaben für die Residenzen Netanjahus unter die Lupe nehmen. Der hat eine offizielle Wohnung an der Balfurstrasse in Jerusalem, eine Privatwohnung an der Jerusalemer Gazastrasse sowie ein Haus in Cäsarea. Sein Büro musste jetzt die dafür anfallenden Ausgaben bekannt geben. Die sind demnach zwischen 2009 und 2012 um mehr als 80 Prozent gestiegen, und zwar von jährlichen 391.000 Euro auf 714.000 Euro im vergangenen Jahr. „Diese Vorgänge müssen für die Öffentlichkeit geklärt werden“, unterstrich der Rechnungshof-Präsident.
Kategorien:Politik
Israelis mit Wahlkampf Müdigkeit
Putin will Jewish Agency in Russland verbieten
Oberrabbiner Polens: In der Ukraine geht es um Vernichtung!
Israels Botschaft nimmt in Kiew ihre Arbeit wieder auf
Hinterlasse einen Kommentar