Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat angesichts der versöhnlichen Signale aus Teheran zur Vorsicht gemahnt. Die Weltgemeinschaft dürfe sich „nicht von den unglaubwürdigen Erklärungen des iranischen Präsidenten täuschen lassen“, hiess es in einer am Donnerstag von Netanjahus Büro verbreiteten Erklärung mit Bezug auf Hassan Ruhani. Ruhani habe die internationale Gemeinschaft bereits in der Vergangenheit über das iranische Atomprogramm getäuscht.
Ruhani war früher Chefunterhändler des iranischen Atomprogramms. Mitte Juni hatte der zum gemässigten Lager gehörende Politiker die Präsidentschaftswahlen gewonnen und Entspannung bei den Beziehungen zum Westen signalisiert. In einem am Mittwoch ausgestrahlten Interview mit dem US-Sender NBC hatte er gesagt, sein Land werde niemals Atomwaffen bauen.
Netanjahu sprach von einer „Medienkampagne“, die der Iran derzeit absolviere, während er gleichzeitig sein Nuklearprogramm fortsetze. Teheran steht im Verdacht, heimlich am Bau von Atomwaffen zu arbeiten. Der Iran verweist hingegen auf sein Recht zur friedlichen Nutzung der Kernenergie.
(JNS und Agenturen)
Kategorien:Politik
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