
Symbolbild
Trotz des in Syrien wütenden Bürgerkriegs sind Dutzende junge Angehörige der auf dem Golan lebenden drusischen Minderheit am Mittwoch zum Studium nach Damaskus aufgebrochen. Dies meldete die Onlineausgabe der israelischen Tageszeitung „Maariv„. Seit Israel 1967 zwei Drittel des Golanhochlandes besetzte und später annektierte, gewährt die Regierung in Damaskus den dort beheimateten Drusen Stipendien für eine Hochschulausbildung in der syrischen Hauptstadt. Damit will Syrien die Verbindungen zu den Bewohnern des Gebiets aufrechterhalten.
Wie „Maariv“ berichtete, überquerten 38 Studierende am Mittwochmorgen die Waffenstillstandslinie bei Kuneitra, nachdem der Übertritt am Vortag an israelischen Sicherheitsbedenken gescheitert war. Das dort für zivile Grenzübertritte zuständige Rote Kreuz hatte schliesslich die Zustimmung der israelischen Armee aushandeln können.
In den Heimatdörfern der Studentinnen und Studenten hiess es, die meisten von ihnen seien Anhänger der Regierung von Baschar al-Assad. Unterstützer der Opposition, die seit zweieinhalb Jahren einen Machtwechsel in Syrien erzwingen will, hätten dagegen darauf verzichtet, das Gratisstudium in Damaskus fortzusetzen oder neu anzutreten.
Da grössere Gebiete zwischen dem Golan und der 75 Kilometer entfernten Hauptstadt von den Rebellen beherrscht werden, wartete östlich von Kuneitra ein bewaffneter Konvoi der syrischen Armee auf die 38 Studierenden und eskortierte sie nach Damaskus. In drei Monaten wollen sie in den Uniferien zu ihren Familien zurückkehren.
(JNS und Agenturen)
Kategorien:Gesellschaft
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