Vertreter von Israel-Freundschaftsgesellschaften aus insgesamt 15 europäischen Ländern trafen sich am vergangenen Wochenende in Wien zu einer Konferenz. Als wichtigstes Ergebnis beschlossen die Israel-Gesellschaften, in absehbarer Zeit eine „Allianz der Europäischen Israel-Freunde“ zu gründen.
Wie der Präsident der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft, Dr. Richard Schmitz, nach der Tagung in Wien erklärte, teilen alle Gesellschaften die Sorge wegen eines zunehmenden Antisemitismus und einer Ausgrenzung von Minderheiten. Hinzu kommen, so Schmitz weiter, die immer deutlicher werdenden Versuche, Israel zu delegitimieren. Diese beiden Entwicklungen haben dazu geführt, dass die deutschsprachigen Freundschaftsgesellschaften die europäischen Partnerorganisationen zu einer Konferenz nach Wien eingeladen haben. Die Resonanz war „geradezu überwältigend“, erklärte Generalsekretärin Susi Shaked.
Im Laufe der Beratungen wurde man sich sehr schnell einig in der Absicht, den genannten negativen gesellschaftlichen Entwicklungen mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten entgegenzuwirken. Gleichzeitig will man den berechtigten Anliegen Israels in Europa mehr Gehör verschaffen. Nach Auffassung der Delegierten ist es die Pflicht aller politisch Verantwortlichen, in Europa stärker als in der Vergangenheit auf die Tatsache hinzuweisen, dass Israel und Europa durch zahlreiche gemeinsame Werte, insbesondere durch Demokratie und Freiheit verbunden sind.
Um die geplante „Europa-Allianz der Israel-Freunde“ vorzubereiten, wurden Arbeitsgruppen gebildet, um eine inhaltlichen Plattform zu formulieren und organisatorische Fragen zu klären. Das nächste Treffen der Freundschaftsgesellschaften ist im kommenden Jahr geplant. ÖIG Präsident Schmitz sieht in dieser gestarteten Initiative eine ausgezeichnete Möglichkeit, „die europäischen Versäumnisse der Vergangenheit aufzuarbeiten und für die Zukunft die freundschaftlichen Verbindungen gerade in den Zivilgesellschaften auszubauen“.
An der internationalen Konferenz in Wien nahmen Irael-Freundschaftsgesellschaften aus Österreich, Belgien, Tschechien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, Niederlande, Norwegen, Rumänien, Serbien, Schweden und der Schweiz teil. Nach Auffassung des ÖIG-Präsidenten ist es wahrscheinlich, dass Freundschaftsgesellschaften aus weiteren EU-Staaten hinzukommen. Alle europäischen Gäste nahmen ausserdem an den Feierlichkeiten aus Anlass des 50jährigen Jubiläums der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft teil. Neben der zentralen Jubiläumsfeier mit zahlreichen Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft stand ein Empfang im Wiener Rathaus auf dem Programm.
(JNS / OTS)
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