Jordanisches Parlament lehnt Staat Israel ab – Schiesserei nach Streit


Jordanischer-Abgeordneter-schiesst-um-sichDas jordanische Parlament hat am Samstag in einer Erklärung den „Judenstaat Israel“ abgelehnt.

In der Erklärung hiess es, der Standpunkt Jordaniens in der Palästina-Frage sei eindeutig und das Land unterstütze entschlossen die legalen Rechte der palästinensischen Bevölkerung.

Anderen Meldungen zufolge teilte ein palästinensischer Beamter am Samstag mit, dass die Spitzenpolitiker Palästinas beschlossen hätten, den Posten des Vizepräsidenten zu errichten. Eine Sonderkommission habe die entsprechenden juristischen Verfahren begonnen. Gleichzeitig wies die palästinensische Seite drauf hin, dass diese Entscheidung mit der Drohung Israels gegen Palästinas Präsident Mahmud Abbas zu tun habe.

In weiteren Verlauf der Sitzung hat nach einem Streit mit einem anderen Parlamentarier ein Abgeordneter im jordanischen Parlament mit einer Maschinenpistole um sich geschossen. Talal al-Scharif habe auf dem Flur vor dem Sitzungssaal mit einer Kalaschnikow auf einen Kollegen gefeuert. Er wurde festgenommen, bestätigte die Behörde für öffentliche Sicherheit. Im Sitzungssaal lief zu der Zeit eine Debatte.

Al-Scharif sei für sein hitziges Temperament bekannt, hiess es. Er verletzte den Abgeordneten Kusai al-Dmeisi nur deshalb nicht, weil ein dritter Parlamentarier dazwischen ging und den Lauf der Waffe in Richtung Decke lenkte.

“Was hier geschehen ist, beleidigt alle Bürger”, so einer der Abgeordneten, “es schadet dem Land. Deshalb müssen wir die Verfassung anwenden und den Abgeordneten ausschliessen, der geschossen hat.”

Die beiden Volksvertreter sollen sich bei einer Debatte in der vergangenen Woche zerstritten haben. Verwandte des Beinahe-Opfers – manche von ihnen bewaffnet – versammelten sich vor dem Parlamentsgebäude.

(JNS und Agenturen)



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