Israel ist um das Seelenheil seiner Geheimagenten besorgt. Wie jetzt bekannt wurde, beschäftigt der Geheimdienst Mossad einen eigenen Rabbiner in Vollzeit. Der kümmert sich allerdings um die etwas anderen Dinge, als man von einem „einfachen“ Seelsorger her kennt.
Auch Agenten brauchen Seelsorge: Der legendäre israelische Auslandsgeheimdienst Mossad beschäftigt nach einem Zeitungsbericht einen Rabbiner in Vollzeit. „Es gibt viele religiöse Mitarbeiter im Mossad und in den letzten Jahren ist ihre Anzahl noch gestiegen“, erzählte ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter der israelischen Zeitung „Maariv“ vom Montag. Der jüdische Geistliche diene dort schon seit ein paar Jahren – dies war allerdings bisher nicht offiziell bekannt.
Natürlich bleibt die Identität des Rabbiners, als Mitarbeiter einer Organisation die von der Geheimhaltung lebt, top-secret . Allerdings sagte die Quelle sagte, das der Rabbi in der Vergangenheit Mitglied der IDF Rabbinat war.
Der Rabbiner könne Fragen des jüdischen Religionsgesetzes beantworten, die mit der Agententätigkeit zu tun hätten, sagte der Mossad-Mitarbeiter. „Manchmal stellen sich – gerade wenn man sich in der Ferne aufhält – Fragen, was erlaubt und was verboten ist.“
Unter anderem muss sich der Rabbiner Fragen auseinandersetzen, die im Zusammenhang stehen mit religiösen Praktiken, koscher Essen (um die jüdischen Speisegesetze), wenn die Agenten sich in Feindesland aufhalten, und die Einhaltung des Ruhetags Sabbat. Sowie Kompromisse oder Einstellungen eines Agenten in Bezug auf jüdische Gesetze während der Zeit einer Mission.
Neben den Entscheidungen über persönliche Verpflichtungen zum jüdischen Gesetz diskutiert der Rabbi mit den Agenten Taktik und Methoden um sie zu beruhigen, so dass sie bestens den rituellen und ethischen Ansprüchen des jüdischen Gesetzes entsprechen können. „Es gibt viele Fragen über die rituelle Aspekte von diejenigen, die zu ihm gehen“, sagte ein Beamter.
Im Jahr 2010 hatte ein Rabbiner Aufsehen erregt, als er weiblichen Mossad-Agentinnen Sex mit dem Feind erlaubte. Es sei ihnen erlaubt, gefährliche Terroristen zu verführen, solange sie dabei wichtige Informationen für die Sicherheit des Landes gewinnen, urteilte der jüdische Rechtsexperte Ari Schvat damals.
Kategorien:Sicherheit
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