Israelische Kampfflugzeuge haben in der Nacht zum Dienstag Stellungen der islamistischen Hisbollah an der libanesisch-syrischen Grenze angegriffen. Nach arabischen Medienberichten kamen dabei in der Bekaa-Ebene mehrere Kämpfer der Miliz ums Leben. Ziel der Luftangriffe sei ein Raketenlager oder ein Raketentransport gewesen. Die schiitische Hisbollah wird vom Iran unterstützt und bedroht vor allem den Norden Israels.
Augenzeugen berichteten von schweren Explosionen, die kilometerweit zu hören gewesen seien. Riesige Rauchwolken seien aufgestiegen.
In der Region unterhält die Hisbollah („Partei Allahs“) ein Trainingszentrum. Ausserdem werden dort seit langem Waffen von Syrien in den Libanon geschmuggelt.
Die israelische Armee gab keine Stellungnahme zu dem Luftangriff ab. Augenzeugen hatten zuvor von ungewöhnlich starken militärischen Flugbewegungen an der libanesischen Grenze berichtet. Israel wurde in den vergangenen Monaten für mehrere Luftschläge auf syrischem Gebiet verantwortlich gemacht, bei denen Raketen vernichtet wurden, die für die Hisbollah bestimmt waren. Von der Militärführung wurden diese Angriffe weder bestätigt noch dementiert.
Die Hisbollah bestritt in einer Erklärung, die über ihren Fernsehsender Al-Manar verbreitet wurde, dass sie von israelischen Kampfjets angegriffen worden sei.
Die Europäische Union hat die Hisbollah-Miliz als terroristische Vereinigung eingestuft. (ih)
Kategorien:Sicherheit
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