Terroristen aus Gaza sind am Montag durch einen Tunnel nach Israel eingedrungen und haben fünf israelische Soldaten umgebracht. Weitere vier Soldaten kamen beim Beschuss der Region Eshkol durch Granaten aus dem Gazastreifen ums Leben, ein weiterer starb in seinem Bulldozer. Damit stieg die Zahl der israelischen Militärangehörigen, die beim Kampf gegen die Islamisten in Gaza ihr Leben verloren, auf 53. Nachdem die Hamas ihre Raketenangriffe fortsetzte, antwortete Israel in der Nacht mit heftigen Angriffen der Luftwaffe und der Marine.
Der Montag war der verlustreichste Tag für die israelischen Streitkräfte seit dem Beginn der Militäroperation „Starker Fels“ vor 22 Tagen. Nach Militärangaben waren mehrere Hamas-Terroristen auf israelischer Seite aus einem Tunnel gekrochen, der einen Ausgang in der Nähe der Gemeinde Nahal Oz hatte. Nach Hamas-Angaben waren neun Kämpfer an der Aktion beteiligt. Sie feuerten eine Granate mit Raketenantrieb auf israelische Soldaten in einem Wachturm ab und richteten dort ein Blutbad an. Anschliessend versuchten sie, die Leiche eines Opfers durch einen Tunnel nach Gaza zu verschleppen. Das verhinderten israelische Truppen, die einen Terroristen töteten. Die Angreifer liessen bei ihrer Flucht zurück nach Gaza vier Maschinenpistolen und eine Panzerfaust zurück.
Bei dem Angriff der Terroristen starben Nadav Raimond (19) aus Shadmot Dvora; Daniel Kedmi (18) aus Tsofim; Ishai Shor (21) aus Jerusalem; Sagi Erez (19) aus Kiryat Ata und Dor Dery (18) aus Jerusalem.
Vier Tote und sechs zum Teil schwer Verwundete – so lautet die Bilanz eines heftigen Granat-Beschusses der Region Eshkol am Montagabend (Foto: Abtransport eines Schwerverletzten mit dem Hubschrauber). Da von den Terroristen Granaten und keine Raketen abgeschossen wurden, hatte es keinen Raketenalarm als Warnung gegeben. Ums Leben kamen Eliav Kahlon (22) aus Safed; Adi Briga (23) aus Beit Shikma; Maeidan Biton (20) aus Netivot und Niran Cohen (20) aus Tiberias. Ein fünfter Soldat, Moshe Davino (20) aus Jerusalem, wurde am Nachmittag getötet. Er gehörte zu einer Pioniereinheit und sass in einem Bulldozer, der von einer Panzerfaust getroffen wurde. An dem Angriff auf die Pioniereinheit waren laut Armee zehn Terroristen beteiligt, von denen acht bei einem Schusswechsel getötet wurden.
Ministerpräsident Netanjahu sprach angesichts der Verluste von einem schmerzhaften Tag für Israel. „Wir werden nicht aufhören, wir werden die Operation nicht beenden, bevor wir die Tunnel zerstört haben, die nur das Ziel haben, unsere Bürger zu vernichten, unsere Kinder umzubringen“, so Netanjahu.
Israel intensivierte in der Nacht zum Dienstag seine Angriffe auf den Gazastreifen, wobei Artillerie, Luftwaffe und Marine gemeinsam zum Einsatz kamen. Gaza-Bewohner sprachen von einer „Nacht des Horrors“. Dabei wurde das Haus des Hamasführers Ismail Haniyeh getroffen, der sich dort aber nicht aufhielt. Der erklärte nach dem Angriff: „Die Zerstörung von Steinen wird unseren Willen nicht brechen. Wir werden unseren Widerstand fortsetzen, bis wir Freiheit erhalten.“ Zerstört wurden Regierungseinrichtungen, das Elektrizitätswerk sowie eine Radio- und Fernsehstation der Hamas.
Nach nur schwer nachprüfbaren Angaben der Hamas wurden mindestens 30 Palästinenser bei den nächtlichen Angriffen getötet. Die Zahl der Toten im Gazastreifen liege nunmehr bei mehr als 1100, hiess es.
Heute solle eine hochrangige palästinensische Delegation in Ägypten über eine Waffenruhe zwischen Israel und den militanten Palästinensern diskutieren, erklärte ein hochrangiger palästinensischer Funktionär, der namentlich nicht genannt werden wollte. Angeblich soll auch ein Vertreter der Hamas dabei sein.
Kategorien:Sicherheit
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