Es ist verwunderlich, dass so wenige Palästinenser im Gazastreifen gegen die Machenschaften ihrer Führer protestieren und sich nicht gegen die islamistischen Organisationen erheben, die ihre ganze Gesellschaft unterdrücken und ins Unglück stürzen. Was ist der Grund dafür? Die Antwort ist ganz einfach: Furcht.
Dieses Phänomen wurde am Montag schmerzlich und schrecklich deutlich: An diesem Tag wollte eine Gruppe von rund 20 palästinensischen Bewohnern des Gazastreifens eine kurzfristig improvisierte Demonstration gegen die Raketenangriffe aus ihrer Gegend abhalten, die zu verheerenden israelischen Gegenschlägen geführt hatten. Es dauerte nicht lange, bis die Hamas-Führung von der Demonstration hörte. Noch weniger Zeit verging, bis bewaffnete Hamas-Aktivisten den Protest unterbunden und die Demonstranten öffentlich hingerichtet hatten, weil sie in ihren Augen die Unverfrorenheit besessen hatten, ihre Meinung frei zu äussern. Offiziell hiess es, „Kollaborateure“ seien bestraft worden (ISRASWISS berichtete).
Hin und wieder berichten auch die Medien darüber, dass namentlich nicht genannte Palästinenser aus dem Gaza-Streifen sich wünschen, dass Israel die Hamas besiege. Jedoch sind solche Fälle extrem selten.
Viele israelische Beobachter sehen in der fehlenden Kritik der Palästinenser an der Hamas einen Beweis, dass die Palästinenser die radikalislamische Gruppierung als „Freiheitskämpfer“ unterstützen. Schliesslich hat die palästinensische Bürgerschaft die Hamas im Gazastreifen an die Macht gewählt.
Das Massaker an den unbewaffneten Demonstranten (das ohne Zweifel zur Gesamtzahl der Todesopfer im Gazastreifen durch israelische Angriffe hinzugezählt wurde) hat jedoch bewiesen, dass die Dinge nicht immer sind, wie sie scheinen. Diktatoren und Dschihadisten spielen vor der Weltöffentlichkeit Theater.
Kategorien:Nahost
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