Israel konzentriert sich auf IS


Jihadis from ISIS in Mosul, Iraq (Reuters)

Jihadis from ISIS in Mosul, Iraq (Reuters)

Israels Bedenken wegen der Terrorgruppe IS sind in den letzten Tagen gewachsen, seit herausgekommen ist, dass der letzte geköpfte Journalist ein israelischer Bürger war. „Die wachsende Stärke der IS und ihre Nähe zu uns könnte eine strategische Bedrohung werden,“ sagte Oppositionsführer Isaak Herzog.

Wie andere Minister fürchtet Herzog nicht nur, dass die Islamisten immer näher an die Grenzen des jüdischen Landes kommen, sondern auch, dass sich ihnen einheimische Moslems anschliessen. Flaggen des Islamischen Staates wurden schon in Judäa, Samaria und sogar in Jerusalem gesehen. Am Mittwoch hat Verteidigungsminister Yaalon ein Gesetz unterschrieben, das die Terrorgruppe in Israel verbietet. Jemand, der Gelder sammelt, oder seine Unterstützung ausdrückt, kann ab sofort dafür strafrechtlich belangt werden.

Der grausame Mord am Journalisten Sotloff hat nun auch US Präsident Obama auf den Plan gerufen. „Wir werden uns nicht einschüchtern lassen,“ sagte der Präsident. „Wer den Fehler begeht amerikanische Bürger anzugreifen, wird lernen, dass wir nicht vergessen und unser Operationsradius sehr weit ist und dass der Gerechtigkeit Genüge getan wird.“

Angeblich soll Obama mit dem britischen Premierminister Cameron an einer internationalen Koalition arbeiten, die den Islamischen Staat zerstören soll.

Auch wenn Israelis aufatmen, weil der Westen endlich die Bedrohung durch Islamisten ernst zu nehmen scheint, ist man doch über die Behandlung von Gruppen wie der Hamas frustriert, die sich kaum von der IS unterscheidet. Auch die Hamas exekutierte Juden, wie es die IS getan hat, und zwar die drei Schüler Naftali, Gilad und Eyal.

Aber weil die Hamas mit der im Westen populären Fatah zusammenarbeitet und weil die palästinensische Bevölkerung sie ins Amt gewählt hat, sieht man die Hamas in anderem Licht als ihre Brüder im Dschihad aus Syrien und dem Irak. (ih)



Kategorien:Sicherheit

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