In einem ungewöhnlich milden Urteil verurteilte das Militärgericht Ofer in der vergangenen Woche Ashraf Issa zu knapp acht Jahren Gefängnisstrafe, nachdem sich herausstellte, dass dieser aus wirtschaftlichen Motiven heraus gehandelt hatte.
Ashraf Issa hatte zwischen Juni und Juli 2013 bei drei Anschlägen im Raum Nablus auf Busse geschossen und es im Anschluss darauf angelegt, verhaftet zu werden. Beim dritten Versuch konnten ihn Soldaten der Israelischen Israelischen Verteidigungsstreitkräfte an einer Bushaltestelle festsetzen.
Während des Verhörs wurde deutlich, dass Issa weniger aus nationalistischen als aus wirtschaftlichen Gründen zum Attentäter wurde, da er an Rentenzahlungen der Palästinensischen Autonomiebehörde gelangen wollte, nachdem er sich bei einem Hausbau verschuldet hatte. Issa konnte glaubhaft versichern, dass er bewusst gepanzerte Busse gewählt habe, um niemanden zu verletzen.
Bei einem der ersten Anschläge hatte Issa gar mit einem israelischen Mobiltelefon im Anschluss den Fernsehsender der Hamas, Al-Aqsa-TV, angerufen und die Verantwortung übernommen. Da er nicht gefasst wurde, beschloss er, den dritten Anschlag bei Tageslicht zu verüben und sich direkt vor den Bus zu stellen, wo ihn der Fahrer bemerken musste. Er blieb vor Ort, wo ihn die Soldaten ohne Widerstand verhaften konnten.
(Haaretz / JNS)
Kategorien:Sicherheit
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