Autoren-Archive
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Ultraorthodoxe Soldaten entwickeln Militärtechnik
Jenseits des Rampenlichts und der Diskussionen um Wehrpflicht in Israel haben ultraorthodoxe Soldaten jetzt Beachtliches geleistet. Die ultraorthodoxen Soldaten leisten ihren Armeedienst in der Computerabteilung der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) und entwickelten ein elektronisches System, das für militärische Operationen und die Sicherheit an der Nordgrenze und der Grenze zum Gazastreifen von grosser Bedeutung ist. Ein Sprecher der Abteilung sagte: „Wir hätten sonst ein ziviles Unternehmen beauftragt, die auf diesen Bereich spezialisiert sind. Wir zogen es aber vor, die Aufgabe innerhalb der Armee zu lösen und der Arbeitsgruppe mit den ultraorthodoxen Soldaten die Entwicklung des Systems zu überlassen. Sie waren sehr erfolgreich und haben nebenbei der Armee Millionen von Schekel gespart.“ …
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Polens Schechita-Kontroverse schlägt immer grössere Wellen
Am 12. Juli hatte das Unterhaus des polnischen Parlaments einen von der Regierung unterstützten Gesetzesvorschlag mit 222:178 Stimmen zurückgewiesen, der das rituelle Schächten im Land ebenso wie das Halal-Schächten der Muslime legalisiert hätte. Bis jetzt hat Polen durch den Export von koscherem und Halal-Fleisch rund 650 Millionen Dollar pro Jahr eingenommen. Als Folge einer Petition von Tierschützern befand ein Verfassungsgericht im Januar aber, dass Polen kein Recht habe, rituelles Schächten zuzulassen. Mit «immenser Enttäuschung» reagierte Ronald S. Lauder, Präsident des Jüdischen Weltkongresses, auf den Beschluss des Sejm, der polnischen Legoslativen, die Schechita, das religiöse Schlachten im Lande zu verbieten. «Dieser Entscheid ist», so erklärte Lauder, «ein Schlag ins Gesicht von Juden und Muslimen gleichermassen, und ein bitterer Schlag für all jene, die grosse Mühe darauf aufgewandt haben…
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Juden trauern um den Verlust ihres Tempels
Seit gestern Abend begehen Juden in aller Welt den Tischa beAv, den neunten Tag des Monats Av. Er ist ein Tag des Fastens und Trauerns, an dem der Zerstörung des Jerusalemer Tempels gedacht wird. Nach rabbinischer Überlieferung (Mischna, Ta`anit 4,6) wurden an diesem Tag sowohl der erste als auch der zweite Tempel, sowie die Festung Beitar während des Bar-Kochba-Aufstandes zerstört. Auch die „Endlösung der Judenfrage“ wurde von den Nazis 1940 genau an diesem Tag beschlossen. Der Tischa beAv ist neben Jom Kippur der einzige öffentliche Fastentag. Er dauert 25 Stunden, von Sonnenuntergang am Vorabend bis zum Erscheinen der Sterne am nächsten Tag…
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Die Tür ins Leben
Die einen betrachten es als Sieg für die Frauenrechte, die anderen sehen die Gesundheit von jungen Mädchen aufs Spiel gesetzt: Ein Gerichtsurteil hat in den USA die Diskussion über die „Pille danach“ neu entfacht. Die „Pille danach“ wird in dem USA unter dem Namen „Plan B“ verkauft. Der Bundesrichter Edward Korman hatte entschieden, dass auch Mädchen unter 17 Jahren das Verhütungsmittel frei ohne Rezept kaufen dürfen. Was sagt die Thora eigentlich zum Thema Abtreibung? …
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Israel ruft Palästinenser zu Wiederaufnahme von Friedensdialog auf
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat am Sonntagabend den Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde (PNA), Mahmud Abbas, angerufen und die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen zum Ausdruck gebracht, die vor fast drei Jahren abgebrochen worden waren. Der Anlass für einen der seltenen Direktkontakte zwischen beiden führenden Repräsentanten war der heilige islamische Monat Ramadan, zu dessen Beginn der israelische Premier dem PNA-Chef gratulierte. „Ich hoffe, dass wie die Verhandlungen aufnehmen und die Möglichkeit haben werden, miteinander nicht nur an Feiertagen zu sprechen. Das ist wichtig. Ich hoffe, dass die Bemühungen von US-Aussenminister John Kerry Ergebnisse zeitigen“, wird Netanjahu von seinem Pressedienst zitiert…
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Drohne an ägyptischer Grenze zum Absturz gebracht
Armee gibt fehlerhaftes Funktionieren als Grund an. Weil ein unbemanntes israelisches Aufklärungsflugzeug (UAV) vom Typ Hermes 450 am Sonntagabend Anzeichen für fehlerhaftes Funktionieren meldete, liess die israelische Armee die Maschine absichtlich an der ägyptischen Grenze, aber auf israelischem Territorium abstürzen. Israelische Sicherheitskräfte sammelten anschliessend die Buchstücke der Maschine ein…
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Hamas Testing Missiles That Can Reach Jerusalem
The Islamist Hamas organization is testing locally-made M75 missiles that can reach Jerusalem and Tel Aviv, according to military sources. The medium-to-long range missiles were used against Israel by the terrorist organization during last year’s eight-day Pillar of Defense counter terrorist operation in Gaza. The M75s, produced using Iranian technology and assembled with Iranian parts, were fired at the Knesset in Jerusalem, but missed the target. Instead, at least one landed in Gush Etzion, exploding on the outskirts of an Arab village. The locally-produced missiles were also fired at Rishon Letzion. During that conflict, Hamas also fired a number of Iranian Fajr-5 missiles (range: up to 47 miles or 75 kilometers) at Tel Aviv and Rishon Letzion, missing the mark in most cases. These missiles were also manufactured with Iranian technology and parts…
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Alte Inschrift gibt Forschern viele Rätsel auf
In der Jerusalemer Davidstadt ist eine kanaanitische Inschrift gefunden worden. Sie könnte der älteste alphabetische Text aller Zeiten sein. Die Inschrift, eingeritzt in den Rand eines Tonkrugs, stammt nach Ansicht von Archäologen aus dem zehnten Jahrhundert vor dieser Zeit. Die Ausgrabungen wurden von Dr. Eilat Mazar (Hebräische Universität Jerusalem) geleitet. Sie unterstrich, dass die Inschrift einzigartig sei. Man habe aber nicht klären können, was sie bedeute: „Die Inschrift verläuft von links nach rechts und nur ein paar der Buchstaben sind lesbar, während andere unleserlich sind. Wir können annehmen, dass die Inschrift auf den Namen des Besitzers des Kruges hinweist oder die Adresse, von welcher der Krug verschickt wurde oder die Adresse, an die er gesendet werden sollte…
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Rätselraten über angebliche Attacke Israels
Die israelische Armee soll Anfang Juli ein Raketendepot in der syrischen Küstenstadt Latakia angegriffen haben. Der israelische Ministerpräsident Netanjahu schweigt zu den Berichten beharrlich. Laut Zeitungsberichten handelte es sich um den vierten Angriff Israels auf Ziele in Syrien innerhalb der letzten zwei Jahre. Israel soll nach einem Bericht der „New York Times“ erneut eine Waffenlieferung in Syrien bombardiert haben. Das Blatt berief sich am Sonntag auf US-Beamte und meldete, der Angriff am 5. Juli in der Nähe der Hafenstadt Latakia habe einer Lieferung mit russischen Anti-Schiffs-Raketen gegolten. Israelische Kampfjets sollen bei einem Angriff gegen Syrien von einer Militärbasis in der Türkei aus gestartet sein. In den vergangenen Jahrzehnten haben Israel und die Türkei militärisch eng zusammengearbeitet. Die Kooperation riss trotz diplomatischer Verstimmungen nicht ab. In der Syrien-Krise unterstützen beide Länder die syrische Opposition. Doch nun soll die militärische Zusammenarbeit eine neue Stufe erreicht haben…
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Schweizer Boykott-Kampagne wegen Drohnen-Deal mit Israel
Gegen den Einkauf von sechs Drohnen aus Israel bahnt sich in der Schweiz Protest an: Die propalästinensische Kampagne Boykott Desinvestition Sanktionen hat bereits eine Petition gegen den vom schweizerischen Verteidigungsdepartement geplanten Kauf lanciert. Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport plant zusammen mit Armasuisse im Rahmen des Rüstungsprogrammes 2015 den Einkauf von sechs neuen Drohnen. Zwei Typen aus Israel werden zurzeit in der Endphase von Experten begutachtet: Heron 1 von Israel Aerospace Industries (IAI) und Hermes 900 von Elbit Systems. Konkrete Entscheide werden bis Sommer 2014 erwartet. Der Deal gibt nicht nur politisch zu reden, sondern hat’s auch finanziell in sich: Die Anschaffung der unbemannten Flugzeuge soll um die 300 bis 400 Millionen Franken kosten…