2012 über 16’500 Einwanderungen nach Israel


Wirtschaftskrisen und Sicherheitsprobleme – bisher Hauptargumente für die Alija – haben im Westen nachgelassen.

Nach Angaben des Statistischen Zentralbüros von Israel sind 2012 total 16577 Menschen nach Israel eingewandert. 21 Prozent der Immigranten stammen aus Russland, 15 Prozent aus Äthiopien und 14 Prozent aus den USA. Die Neueinwanderer liessen sich vor allem in Jerusalem, Haifa, Netanya und Tel Aviv nieder. Die Zahlen für 2012 reflektieren gegenüber dem Vorjahr (16892 Immigranten) einen leichten Rückgang. In den letzten sieben Jahr sind im Durchschnitt jährlich 16535 Menschen nach Israel immigriert. Zwischen 2000 und 2012 lang die durchschnittliche Immigrationsrate bei 2,1 Einwanderer pro 1000 Einwohner. Verglichen mit den 1990er Jahren, als die Rate bei 17 Menschen lag, muss von einem wesentlichen Rückgang gesprochen werden.

Professor Sergio DellaPergola, ein Experte für jüdische Demografie an de Hebräischen Universität, macht dafür die «relative Sicherheit und das Wohlergehen» der Diasporajuden verantwortlich. «Die Mehrheit der Juden in aller Welt», sagte er, «lebt heute in entwickelten westlichen Demokratien, wo der Druck zur Auswanderung gering ist.» Wirtschaftskrisen und Antisemitismus würden die jüdische Migration fördern, doch nicht «in dem Ausmass, wie wir es in der Vergangenheit so oft erlebt haben». – Seit seiner Gründung im Jahre 1948 hat der Staat Israel 3,1 Millionen Immigranten absorbiert, fast eine Million von ihnen zwischen 1990 und 1999, als grosse Wellen sowjetischer und äthiopischer Einwanderer im Land eintrafen.



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