Die Palästinenser im Gazastreifen müssen derzeit auf die vielen Waren verzichten, die üblicherweise durch Tunnel aus Ägypten in das Hamas-Territorium eingeschmuggelt werden – bis hin zu Geländewagen (Foto). Ägyptische Soldaten haben einen Grossteil der Tunnel gesprengt oder blockiert. Ursprünglich hatten die Hamas-Islamisten in Gaza gehofft, Ägypten werde ihre Blockade beenden. Nun ist genau das Gegenteil eingetreten. Die Ägypter wollen verhindern, dass Terroristen aus dem Gazastreifen durch die Tunnel auf die Sinai-Halbinsel gelangen und dort Anschläge gegen ägyptische Militäreinheiten verüben. Die Hamas-Terroristen sympathisieren mit der ägyptischen Muslim-Bruderschaft.
Die islamistische Hamas-Regierung erhebt Steuern auf einen Grossteil des Verkehrs durch die unterirdischen Gänge – deshalb ist sie nun von grossen Verlusten betroffen. „Wegen der Massnahmen der Ägypter herrscht momentan eine schwierige humanitäre Situation für uns in Gaza“, erklärte Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhri. „Die meisten unserer Tunnel sind eingestürzt oder wurden abgerissen und die wenigen, die offen geblieben sind, sind blockiert.“
Israel kontrolliert Einfuhren in den Gazastreifen streng, um zu verhindern, dass Waffenlieferungen die Hamas erreichen. Das internationale Recht ist dabei auf der Seite Israels: Es besagt, dass Handelswaren nicht über Ägypten importiert werden dürfen.
Kategorien:Nahost
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