Kommandeur nimmt Terrorverdächtigen fest


.Yoav Yarom, Kommandeur der Shomron-Brigade der israelischen Armee, hat am Mittwochabend in einem Fahrzeug eine Schusswaffe entdeckt. Er beschlagnahmte das Gewehr und nahm den Fahrer des Autos, einen Palästinenser, fest. Das ist bemerkenswert, weil der Kommandeur dieser für Samaria zuständigen Einheit nur noch ein Bein hat: Während eines Militäreinsatzes im Libanon war er 1994 auf eine Landmine getreten. Trotz seiner schweren Verwundung hatte er darauf bestanden, seinen Militärdienst fortzusetzen, was sein Vorgesetzter jedoch ablehnte.

Was sich dann abspielte, ist legendär: Yarom forderte den Kommandeur zu einem Wettlauf heraus – und gewann. Dem Befehlshaber blieb daraufhin keine andere Wahl, als dem Prothesenträger die Rückkehr zur Armee zu erlauben. Während des zweiten Palästinenser-Aufstandes wurde Yarom erneut schwer verletzt: Er erhielt in der Nähe von Nablus zwei Schüsse in den Magen, als er einen angeschossenen Kameraden in Sicherheit bringen wollte. Wieder erholte er sich und kehrte in den aktiven Dienst bei seiner Spezialeinheit (Sayeret Golani) zurück. Yarom wurde schliesslich stellvertretender Leiter einer anderen Eliteeinheit, bevor er im Mai vergangenen Jahres zum Kommandeur der Shomron-Brigade ernannt wurde. Nach israelischen Medienberichten legt Yoav Yarom Wert darauf, Terroristen nicht nur von seinem klimatisierten Büro aus zu bekämpfen. Regelmässig sei er zusammen mit den ihm unterstellten Soldaten unterwegs. (ih)



Kategorien:Sicherheit

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