Der israelische Finanzminister Yair Lapid (Bild) hat während einer Rede in Washington letzte Woche erklärt, Israel müsse sich damit abfinden, im Zuge einer Errichtung eines palästinensischen Staates tausende von Juden zu entwurzeln und umzusiedeln.
Um 70 Prozent ist die Zahl der Neubauten in den israelischen Siedlungen im Westjordanland nach Angaben von Aktivisten im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Wie die siedlungskritische Organisation „Frieden Jetzt“ am Donnerstag mitteilte, wurde von Januar bis Juni der Bau von ca. 1700 weiteren Siedlerwohnungen gestartet. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es demnach 995 Neubauten.
Die israelische Gruppe ergänzte, 180 der Neubauten dieses Jahrs lägen in „wilden Siedlungen“, die auch nach israelischer Rechtsprechung illegal gegründet worden seien. Weitere 2480 neue Siedlerwohnungen, deren Errichtung schon im vergangenen Jahr begonnen habe, seien zudem in diesem Jahr fertiggestellt oder weitergebaut worden.
„Wir brauchen eine endgültige Landkarte”, sagte Lapid. „Wir kommen nicht drumherum, die endgültigen Grenzen eines zukünftigen Palästinenserstaates zu zeichnen, darunter auch einen organisierten Plan für die Evakuierung zehntausender (jüdischer) Siedler.“
Gleichzeitig versicherte Lapid jedoch auch, dass tragbare Sicherheitskonzepte arrangiert werden, um dem anhaltenden palästinensischen Terror ein Ende zu setzen.
„Wir müssen wissen, wie die Geschichte endet. Wenn wir es wissen, können wir verständnisvoller auf die Belange der Anderen eingehen. „Daher müssen wir uns daran machen, die Landkarten zu zeichnen, Abkommen zu schreiben und einen Zeitplan für die Umsetzung aufzusetzen“, forderte der Politiker.
Lapid gab zu, dass er genauso wenig wie viele andere Israelis heutzutage den Palästinensern noch Glauben schenke, wenn diese von Frieden reden. „Ich muss daran noch arbeiten. Ich brauche Zeit.“.
(JNS und Agenturen)
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