Bethlehem: Terror mit Granate und einer Rohrbombe


Jewish men pray in Rachel's Tomb

Rahels Grab

Die Serie palästinensischer Terrorangriffe gegen Israelis reisst nicht ab. Nahe Bethlehem kam es zu zwei Vorfällen, die zeigen, mit welch hohem Gewaltpotenzial Juden in ihrer Heimat attackiert werden. Auf einen Parkplatz beim Grab Rahels (Foto), nördlich von Bethlehem, wurde am Montag eine Rohrbombe geworfen. Bei ihrer Explosion erlitt ein Passant Schnittwunden im Gesicht. Zuvor hatten Terroristen eine Eigenbau-Granate auf eine israelische Militärstellung bei Bethlehem abgefeuert. Dabei wurde niemand verletzt.

Die Grabstätte Rahels ist zum Schutz vor Anschlägen von Mauern und Stacheldraht umgeben. Dennoch kommt es dort immer wieder zu Zwischenfällen (siehe auch Video unten).

Seitdem Israelis und Palästinenser über Frieden verhandeln, hat die Zahl der Terrorangriffe auf Israelis stark zugenommen. Aus dem islamistisch regierten Gazastreifen heraus wurde Israel mehrfach mit Raketen beschossen. In Judäa und Samaria, dem sogenannten Westjordanland, gibt es zunehmend Angriffe mit Steinen und Schusswaffen.

Am Sonntag warfen Palästinenser vier Brandsätze und Steine auf ein israelisches Auto, das in der Nähe des Palästinenserdorfes Kfar Hussan, westlich von Bethlehem, unterwegs war. Die Insassen kamen mit dem Schrecken davon, das Auto wurde beschädigt. Die Armee fahndet nach den Tätern.

Vor zwei Wochen wurde ein 41 Jahre alter Polizeioffizier in der Nähe der Siedlung Adam niedergestochen. Er wurde mittelschwer verletzt, die Klinge verfehlte sein Herz nur knapp. Die Ermittlungen der Sicherheitsbehörden dauern an.

Beten hinter Mauern und Stacheldraht

Zwischen Jerusalem und Bethlehem liegt das Grab von Rahel, einer der Erzmütter Israels. Die jüdische Pilgerstätte liegt in einem Gebiet, das die Palästinenser für sich beanspruchen. Entsprechend hoch sind dort die Sicherheitsvorkehrungen: Rahels Ruhestätte ist eingekesselt von meterhohen Betonmauern und Stacheldraht, die Grenzpolizei ist rund um die Uhr präsent. Muslime behaupten, das Gelände sei ursprünglich keine jüdische Stätte, sondern eine Moschee – aus Sicht von Historikern eine absurde Behauptung, doch die angespannte Stimmung wird dadurch noch weiter angeheizt.

 

(JNS / ih)



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