Freigelassener Terrorist will Brücken zu Israelis bauen


140409_MansourIsrael hat im Rahmen der Friedensverhandlungen mehrfach inhaftierte palästinensische Terroristen aus israelischen Gefängnissen freigelassen. Das wurde in der Öffentlichkeit heftig kritisiert, es gab zahlreiche Protestkundgebungen. Denn die Israelis wissen, dass die meisten dieser Langzeit-Häftlinge ihre kriminelle und gewalttätige Karriere wieder aufnehmen wollen – zumal sie in den Palästinensergebieten als Helden gefeiert werden. Aber es gibt Ausnahmen.

Esmat Mansour gehörte zu den ersten freigelassenen Inhaftierten. Er ist dabei, Brücken zu seinen ehemaligen Feinden zu bauen.

Mansour wurde 1993 verurteilt und kam ins Gefängnis. Als 16-jähriger hatten ihn Hass-Predigten so sehr in seinen Bann gezogen, dass er und drei andere Jugendliche einen Juden erstochen hatten.

Mansour sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press, dass er zwar nicht alle seine Handlungen der Vergangenheit bereue. Aber es sei nun an der Zeit, Konflikte anders als mit Gewalt zu lösen. Der ehemalige Killer besteht heute darauf, keiner Menschenseele mehr etwas anzutun. Und er möchte in der palästinensischen Gesellschaft, die von Hass auf die Israelis durchzogen ist, vermitteln. „Das wichtigste ist, den Wert allen menschlichen Lebens zu erkennen und Toleranz zu üben“, betonte Mansour.

Heute bringt Mansour palästinensischen Oberschülern die Hebräische Sprache bei, damit die Jugendlichen lernen, Wörter einzusetzen statt Waffen. Das Lernen der Sprache sei ein Mittel, das den Bau von Brücken zwischen Israelis und Arabern erleichtere, so der Ex-Häftling. (ih)



Kategorien:Nahost

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