FIFA-Präsident Blatter hat kürzlich eine dreitägige Reise durch den Nahen Osten unternommen. Sepp Blatter hat Strafmassnahmen gegen den israelischen Fussballverband (IFA) definitiv ausgeschlossen. Palästinenser hatten diesen Schritt gefordert, weil Israel angeblich den palästinensischen Fussball behindert würde.
Vertreter des palästinensischen Fussballverbandes monieren, dass Israel durch die Reisebeschränkungen im Westjordanland den Besuch des Trainings oder das Austragen von Spielen erschwert. Als Strafmassnahme hatten sie gefordert, dass Israel vom FIFA-Kongress Anfang Juni in Sao Paulo ausgeschlossen wird.
Israel kontrolliert Übergänge in das palästinensische Autonomiegebiet, um Terroranschläge zu vermeiden. Ausserdem sagen die Israelis, die palästinensische Kämpfer nutzten Trainingseinrichtungen, um Raketen auf Israel abzufeuern. Ferner diene der Sport oft als Vorwand für anti-israelische Propaganda.
Nach den Gesprächen mit der Delegation des israelischen Fussballverbands (IFA) unter der Leitung des Vorsitzenden Avi Luzon, begleitete er Blatter im Anschluss zu einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, das ebenfalls im Rahmen des vom Kongress erteilten Mandats stattfand.
„Aufgrund des Mandats, das ich vom Kongress erhalten habe, und nachdem Mechanismen für Reiseerleichterungen für Fussballrepräsentanten sowie Vereinfachungen beim Transport von Fussballausrüstung von und nach Palästina sowie innerhalb Palästinas umgesetzt worden waren, war es mir wichtig, nach Israel und Palästina zurückzukehren. Dort wollte ich mit den Verantwortlichen aus Politik und Fussball zusammentreffen, um Informationen aus erster Hand zu erhalten.“
„Insbesondere habe ich produktive Gespräche mit Mahmoud Abbas und Benjamin Netanjahu geführt. Auch wenn noch einiges zu tun bleibt, gibt es schon einige Ergebnisse, auf die wir aufbauen können. Ich bin überzeugt, dass der Fussball einen Beitrag dazu leisten kann, Brücken zwischen den Menschen in Palästina und Israel zu bauen“, so der FIFA-Präsident zum Abschluss seines Besuchs.
Blatter erklärte bei einer Pressekonferenz in Jerusalem mit dem Vorsitzenden der IFA, Avi Luson, einen Ausschluss Israels werde es nicht geben. „Bislang haben wir keinen Regelbruch gesehen“, sagte der Schweizer laut der Online-Zeitung „Times of Israel“. „Solange das der Fall ist, wer könnte Massnahmen gegen ein gutes FIFA-Mitglied in die Weg leiten?“ Beiden Seite liege ein Memorandum über eine gemeinsame Verständigung vor, das Israelis und Palästinenser am Rande des FIFA-Kongresses unterzeichnen sollen, fügte Blatter hinzu.
(JNS und Agenturen)
Kategorien:Sport
Niederländische Fussballfans singen vor dem Spiel gegen Ajax „Hamas, Juden aufs Gas“
Ex-Schwimmstar flüchtet per Passagierflugzeug aus Quarantäne in Israel
Linoy Ashram könnte Gold für Israel nach Hause bringen
Ultraorthodoxe Frau gewinnt Marathon
Hinterlasse einen Kommentar