Verteidigungspolitiker der Koalition sprechen sich dafür aus, dass die deutsche Bundeswehr in den nächsten Jahren bewaffnungsfähige Aufklärungsdrohnen des Typs Heron TP von Israel least. Es gelte, sich „nicht auch noch bei Drohnen von den Amerikanern abhängig zu machen.“
Die Verteidigungsexperten setzen sich für die Anmietung einer Drohne aus Israel ein. „Ich bin sehr für eine Fortführung der Vertragsbeziehung mit Israeli Aerospace Industries“, sagte der verteidigungspolitische Sprecher der SPD, Rainer Arnold, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.
Von dem Unternehmen hat die Bundeswehr seit 2010 drei Drohnen vom Typ „Heron 1“ für Afghanistan gemietet. Ihr Vertragspartner für Betrieb und Wartung ist Airbus Defence and Space. Die Rüstungssparte des Airbus-Konzerns hat die Drohnen vom israelischen Hersteller gekauft und vermietet sie der Bundeswehr weiter. Ähnlich äusserte sich Arnolds CDU-Kollege Henning Otte: „Wir haben gute Erfahrungen gemacht. Warum sollten wir jetzt die Pferde wechseln?“
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte sich dafür ausgesprochen, bei Bedarf bewaffnungsfähige Drohnen anzumieten. Das Nachfolgemodell der Heron TP kann eine Waffenlast von bis zu einer Tonne tragen. Nach dem Willen der Regierung und der sie tragenden Fraktionen im Bundestag sollen die Drohnen jedoch bis auf weiteres ohne Waffen angemietet werden. „Wir sollten über eine Bewaffnung erst dann entscheiden, wenn sich ein konkreter Einsatzbedarf abzeichnet. Einziger Konkurrent der „Heron“ ist die US-Drohne „Reaper“.
Kategorien:Wirtschaft

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