In ganz Israel fliegen Steine


Polizei steht im Dauereinsatz gegen palästinensische Gewalttäter

Polizei steht im Dauereinsatz gegen palästinensische Gewalttäter und Terroristen

Wegen des ermordeten arabischen Jungen herrscht in Israel momentan Ausnahmezustand: Arabische Demonstranten haben am Sonntag in Ost-Jerusalem randaliert und in einer Reihe von Stadtteilen für heftige Unruhen gesorgt. Am Rande fanden zusätzlich rund 15 „stille Proteste“ in arabischen Gemeinden ohne jegliche Zwischenfälle statt. Zeitgleich forderten zahlreiche rechtsorientierte Juden Rache für den Tod der drei entführten israelischen Jugendlichen.

Im Umkreis von Shuafat, dem Herkunftsort des getöteten Mohammed Abu Khdeir, bewarfen mehr als 100 maskierte arabische Jugendliche Polizisten mit Steinen.

In Tel Sheva, einer Stadt an der Grenze zu Beersheva, trieben es maskierte Demonstranten noch weiter: Sie warfen Molotow-Cocktails und Steine auf Autos, die am Eingang einer jüdischen Ortschaft geparkt waren. Der Schaden an den Fahrzeugen war immens. Ausserdem wurde eine Person verletzt. Wegen der Unruhen wurden im Umkreis der Wüstenstadt Beersheva mehrere Autobahnen für den Verkehr gesperrt.

In der israelisch-arabischen Stadt Shfaram waren rund 50 Randalierer am Werk: Sie warfen Steine und versuchten, Mülltonnen in Brand zu setzen. Die Polizeikräfte konnten schliesslich die Menge zerstreuen. Auch in Iksal, einer arabischen Gemeinde in der Nähe von Nazareth, steckten Demonstranten Teile eines Polizei-Aussenpostens in Brand, während in Nazareth selbst Steine sowohl auf die Feuerwache als auch auf Polizeiautos geworfen wurden. Zwölf verdächtige Personen wurden festgenommen.

In einem anderen Fall verbrannten Randalierer Reifen in Arabba, im Norden Israels. Ein 40 Jahre alter Mann wurde dabei schwer verletzt und mit Stichwunden im Oberkörper in ein Krankenhaus eingeliefert. Ein Bus, der auf dem Weg nach Kiryat Shmona war, wurde ebenfalls mit Steinen beworfen. Einer der Passagiere wurde bei dem Vorfall leicht verletzt.

In verschiedenen Jerusalemer Stadtteilen wurde zum einen der Verkehr durch Demonstranten blockiert, zum anderen warfen auch hier mehrere hundert Personen Steine. In Ost-Jerusalem ging zudem eine Reihe von maskierten Palästinensern mit Brandbomben und Steinen gegen die Polizei vor. Noch heftigere Ausschreitungen gab es in der Nähe des Scopus-Berges. Am viel befahrenen Tunnel wurde ein Bus mit Steinen beworfen, zwei Personen trugen Verletzungen davon.

In einem anderen Fall wurde eine jüdische Frau von mehreren Arabern in der Altstadt von Jerusalem angegriffen. Ihr Mann zog seine Pistole und feuerte in die Luft, woraufhin die Angreifer flüchteten. Die Frau erlitt leichte Verletzungen, die Täter werden noch gesucht.

Auch die israelische Polizei hält sich nicht immer zurück: Am Wochenende sorgten Videoaufnahmen für Aufsehen, die zeigen, wie ein junger Palästinenser von Ordnungshütern verprügelt wird. Es soll sich um einen Verwandten des Mordopfers Mohammed Abu Khedir andeln. Da der verprügelte junge Mann auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft hat, sorgt der Fall nun für diplomatische Verwicklungen. (ih)



Kategorien:Nahost

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