Die ultrarechte Partei Israel Beitenu steigt aus dem Regierungsbündnis in Israel aus. Dennoch will sie aber in der Koalition verbleiben.
Der israelische Aussenminister Avigdor Lieberman hat das Bündnis seiner ultrarechten Partei Israel Beitenu (Unser Haus Israel) mit dem regierenden Likud aufgekündigt. Lieberman sagte am Montag Journalisten, Hintergrund seien „tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten“ mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.
Lieberman hat Netanjahus Vorgehen gegen die im Gazastreifen herrschende Hamas als zu zögerlich kritisiert. Seine Fraktion wolle in der Koalition bleiben, betonte Lieberman. Die beiden Politiker hatten das Bündnis vor den Wahlen im Januar 2013 geschlossen. „Der Pakt hat bei den Wahlen und nach den Wahlen nicht funktioniert“, sagte Lieberman.
Die Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern eskaliert indes weiter. Im Norden Israels kam es in der Nacht zum Montag zu Demonstrationen und Angriffen auf die Polizei.
Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht zum Montag massive Angriffe auf den Gazastreifen geflogen. Sie sind eine Reaktion auf eine Flut von Raketen, die Terroristen seit Tagen fast ununterbrochen auf israelische Ortschaften abfeuern. Nach palästinensischen Angaben starben bei den Luftangriffen neun Mitglieder der Hamas-Terrororganisation. Eine schwere Grad-Rakete aus dem Gazastreifen schlug daraufhin an der Stadtgrenze von Beersheva ein, ohne Schaden anzurichten.
Sieben Terroristen der Izz an-Din al-Qassam-Brigade wurden beim Bombardement eines Tunnels bei Rafah im südlichen Gazastreifen getötet. Noch ist unklar, ob der Tunnel ein Schmuggler-Tunnel oder ein Versteck oder eine Art Schutzraum war.
Armeemitglieder erklärten, es sei durchaus möglich, dass die Palästinenser, die im Tunnel ums Leben kamen, nicht direkt durch die Luftangriffe getötet wurden. Wahrscheinlich sei, dass die sieben Hamas-Mitglieder beim Einsturz des Tunnels starben. Offenbar war der Tunnel instabil und die Männer versuchten ihn zu reparieren, doch dabei stürzten die Mauern ein. Eine weitere Möglichkeit sei, dass die Hamas-Terroristen bei einem „Arbeitsunfall“ ums Leben kamen, als sie den Tunnel mit Sprengstoff bepackt durchqueren wollten.
Ein israelischer Armeesprecher sagte, es seien insgesamt 14 Terrorziele angegriffen worden. Dabei wurden auch unbemannte Drohnen eingesetzt. Fünf Ziele lagen im nördlichen Gazastreifen, darunter auch ein versteckter Raketenwerfer der Hamas. Dabei sind zwei weitere Terroristen getötet worden. Die Opfer waren demnach gerade dabei, eine Rakete auf Israel abzuschiessen.
Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhri drohte Israel mit Racheaktionen. Er veröffentlichte auf seiner Facebook-Seite eine Nachricht: „Es ist eine ernste Eskalation und der Feind wird den Preis dafür bezahlen.“
Unterdessen ging der Raketenbeschuss auf den Süden Israels weiter. In der Nacht und am Montagmorgen ertönte in Sderot und den Regionen HaNegev und in Eshkol immer wieder Sirenenalarm, um die Bürger vor möglichen Angriffen zu warnen. Zwei Raketen gingen auf offenem Feld bei Sderot nieder, eine andere fiel in die Negev-Wüste. Niemand wurde verletzt.
Doch nicht nur der Süden Israels wird beschossen. Einige Mörsergranaten trafen auf die israelisch-syrische Grenze auf den Golanhöhen. Die israelische Armee reagierte sofort und feuerte Mörsergranaten zurück.
Kategorien:Politik
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