Die überwiegende Mehrheit der Palästinenser im Gazastreifen befürwortet eine langanhaltende Waffenruhe mit Israel. Das geht aus einer am Samstag veröffentlichten Umfrage des „Palästinensischen Zentrums für öffentliche Meinung“ (PCPO) hervor. Eine Entwaffnung des Küstengebietes halten die meisten der Befragten für inakzeptabel.
Mehr als 87 Prozent der Teilnehmer wünschten sich ein Abkommen mit Israel über eine langanhaltende Waffenruhe. Eine Entwaffnung des Gazastreifens kommt für über 93 Prozent nicht in Frage. Doch ein solcher international überwachter Schritt ist eine von Israels Hauptforderungen – da die Hamas längere Perioden der Ruhe bislang immer dazu genutzt hat, ihr Raketenarsenal für einen nächsten Krieg wieder aufzustocken.
Rund 81 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, dass sich die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) wegen israelischer Kriegsverbrechen in Gaza an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wendet.
Auf die Frage, ob sie für oder gegen die Terrorgruppe „Islamischer Staat im Irak und in der Levante“ (ISIL), heute „Islamischer Staat“ (IS), sind, antworteten 13 Prozent mit „ich unterstütze sie“. Die überwiegende Mehrheit, 85 Prozent, lehnt die Organisation ab. (inn)
Kategorien:Nahost
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