Nach dem arabischen Boykott folgt der Westliche


oooDer internationale Boykott gegen Israel nimmt zu. Vor wenigen Tagen hat sich der britische Studentenverband der BDS (Boykott, Kapitalabzug und Sanktionen) angeschlossen und gestern erklärte das geschäftsführende Vorstandsmitglied des Telekommunikationsunternehmen Orange, Stephane Richard, dass seine Firma schon Morgen Israel verlassen würde, wenn sie es könnte. „Aber es würde Orange eine zu hohe Geldstrafe kosten“, fügte Richard bei seiner Erklärung in der ägyptischen Hauptstadt Kairo hinzu. In den letzten Tagen hat in Ägypten eine Kampagne gegen Orange International begonnen, weil Orange in weiten Teilen Israels operiert, darunter auch in den so genannten besetzten Gebieten. Darüber hinaus wurde Orange in Ägypten nachgesagt, dass das Unternehmen israelische Militäreinheiten unterstütze. „Ich weiss, dass dies in Ägypten ein sehr empfindliches Thema ist“, sagte Richard gegenüber seinen ägyptischen Gastgebern. „Aber wir wollen echte Partner mit allen arabischen Staaten werden.“ In Israel gehört Orange zu den drei grössten Telekommunikationsfirmen. Orange hat einen Anteil von 29 Prozent am Telefonmarkt in Israel, was knapp drei Millionen Mitglieder ausmacht. In Israel ist man über Richards Äusserung empört. Der arabische Markt ist für Telekommunikationskonzerne wie Orange ein viel grösserer Markt.

In sozialen Netzwerken Israels wie Facebook laufen bereits Kampagnen, die zur Abbestellung von Orange aufrufen. Die israelische Partnerfirma von Orange erklärte in den Medien deutlich, dass sie nichts mehr mit Orange zu tun habe und selbständig arbeite. Der israelisch-amerikanische Milliardär Haim Saban, der unter anderem Teileigentümer von Orange Israel ist, erklärte: „Ich bin stolz an der Spitze der Partnerfirma Orange in Israel zu sein. Wir pachten nur den Namen Orange in Israel und nicht mehr. Drohungen werden uns nicht einschüchtern. Ich werde weiterhin Orange in Israel behalten und Israel hartnäckig in der Welt verteidigen.“ Israel sorgt sich zunehmend um die grösser werdende Boykottwelle der BDS. BDS wurde vor zehn Jahren auf den Aufruf von über 150 palästinensischen Nicht-Regierungsorganisationen ins Leben gerufen.

„Eine gross angelegte Delegitimierungskampagne wird gegen den Staat Israel geführt und gegen seine Existenz als nationaler Staat des jüdischen Volkes“, erklärte Israels neue Justizministerin Ayelet Shaked auf einer Sondersitzung im israelischen Parlament. Die Kampagne will Israel als Quelle allen Übels in der Welt präsentieren“, fügte Shaked hinzu. „So wie der Antisemitismus Juden in der Vergangenheit dargestellt hat“. Auch Israels Premierminister Benjamin Netanjahu kritisierte den steigenden Boykott. „Sie verdammen Israel, aber nicht den brutalen Islamischen Kalifenstaat, damit verdammen sie sich selbst.“ Es sieht so aus, als ob der Westen nun das vollenden will, was der arabische Boykott nicht geschafft hat. Dieser endete mit den Osloer Verhandlungen in den 90er Jahren. (Aviel Schneider, ih)



Kategorien:Politik

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1 reply

  1. Auch BDS ist Terror. Eine infame Waffe gegen Israel, gegen Juden und gegen das Judentum, gefördert vom NIF und von JVJP.CH. Ich wehre mich seit vielen Jahren gegen diese Verleumder von Israel. Die schlimmsten Unterstützer sind die selbst hassenden Juden in der Schweiz und in Europa. Sie wissen, wie man Israel und dem Judentum schaden kann und sie tun es.

    Inzwischen nimmt der Widerstand gegen die Palästinenserlobby in Israel und im Ausland zu. Israel ist eine Rechtsstaat, eine Demokratie. Ich hoffe, dass auch die israelischen Behörden endlich reagieren. Israel und seine Bevölkerung müssen sich nicht von NGOs wie NIF und JVJP verleumden lassen. Wenn die steinewerfenden Freunde der Palästinenserlobby mit Recht bestraft werden, muss das auch für die israelischen und jüdischen Unterstützer von BDS gelten.

    https://estherstagebuchauszichronyaacov.wordpress.com/2013/06/24/bds-als-kultur-sport-wissenschafts-und-wirtschaftsverhinderer/

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