Zusammenarbeit mit Iran


Ami Gaidarov, ein 22-jähriger Einwohner von Haifa, wurde unter dem Verdacht festgenommen, Kontakt zu iranischen Agenten zu haben, bei der er im Kriegsfall im Austausch für Geld dem Feind geholfen hatte.

Verhaftung von Ami Gaidarov
Israelische Polizei

Im März wurde in Haifa ein 22‑jähriger Mann im Rahmen einer gemeinsamen Operation von Lahav 433 und dem israelischen Inlandsgeheimdienst Schin Bet festgenommen. Der Beschuldigte, Ami Gaidarov, steht unter dem Verdacht, sich seit längerem mit iranischen Agenten abgestimmt und sicherheitsrelevante Handlungen begangen zu haben, die dem Feind in Kriegszeiten genutzt haben sollen.

Ermittlungen ergaben, dass Gaidarov bereits seit August 2025 Kontakt zu einem iranischen Agenten unterhielt. In dieser Zeit soll er im Austausch für hohe Geldzahlungen eine Reihe von Aufträgen ausgeführt haben. Unter der Anleitung seines Ansprechpartners erklärte er sich demnach bereit, Sprengstoffe herzustellen, die offenbar für ein Attentat auf eine hochrangige Persönlichkeit vorgesehen waren. Nach Berichten von i24NEWS soll es sich bei der Zielperson um den ehemaligen Premierminister Naftali Bennett gehandelt haben.

Um die Kommunikation mit seinen Betreuern zu sichern, beschaffte Gaidarov eigene Mobiltelefone. Zudem mietete er eine Wohnung in Haifa, in der er laut Anklage Sprengstoffe herstellte und seine Aktivitäten in Form von Fotos und Videos dokumentierte, um Erfüllungsnachweise an die Auftraggeber zu senden. Teile seiner Aktivitäten sollen er auch durch die Einbindung von Bekannten unterstützt haben: Gaidarov habe mehrere Freunde in seine Pläne einbezogen und sie gebeten, Rohstoffe für die Sprengstoffherstellung zu besorgen.

In der Folge wurden nach Angaben der Ermittler mehrere weitere israelische Staatsbürger aus Nordisrael vorläufig befragt und festgenommen, unter ihnen Sergei Libman und Eduard Shovtyuk. Die Untersuchung legt nahe, dass diese Personen entsprechend ihrer jeweiligen Rollen beim Beschaffen von Materialien, beim Verstecken der Sprengstoffe und bei der Prüfung ihrer Wirkungsweise geholfen haben.

Darüber hinaus soll Gaidarov auf Anweisung seines iranischen Betreuers während der Militäroperation „Roaring Lion“ Fotos vom Hafen von Haifa sowie von Raketeneinschlagsstellen im Norden des Landes an seine Kontaktperson übermittelt haben. Er wurde demnach auch beauftragt, ein Grundstück mit Blick auf den Hafen zu finden, um dort eine dauerhafte Überwachungskamera zu installieren.

Als Entgelt für seine Zusammenarbeit soll Gaidarov mehr als 70.000 NIS erhalten haben; ein Grossteil der Zahlungen sei über digitale Währungen erfolgt. Am Donnerstag wurde eine Anklageschrift der Staatsanwaltschaft eingereicht; gegen Gaidarov und weitere Beteiligte sollen in den kommenden Tagen formelle Anklagen folgen.



Kategorien:Sicherheit

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