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  • Deutscher Fussball: Kein Tabu mehr

    Am Samstagabend werden die Mannschaften von Bayern München und Borussia Dortmund im Wembley-Stadion zum grössten Fussballereignis des Jahres auflaufen – dem Finale der Champions League. Für das Finale interessieren sich Fussballfans überall in Europa und besonders in Deutschland, denn zum ersten Mal haben es zwei Clubs aus der örtlichen Liga, der Bundesliga, bis auf die Zielgerade geschafft und dabei die besten Clubs des Kontinents hinter sich gelassen, darunter so grosse Namen wie Barcelona und Real Madrid. In diesem Zusammenhang fällt es schwer, nicht an den unsterblichen Spruch des englischen Stürmers Gary Lineker zu denken, der nach dem WM-Halbfinale 1990 erklärte: „Fussball ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen immer die Deutschen.“ Lineker hatte sich getäuscht: Die Ergebnisse haben später gezeigt, dass nicht immer die Deutschen gewinnen, sondern dass sein Team, die englische Nationalmannschaft, immer das ist, das verliert. Dennoch kam dem Satz in Israel immer eine besondere Stellung zu. Der Widerwille gegenüber Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust sorgte dafür, dass die Abneigung gegenüber der deutschen Mannschaft über viele Jahre anhielt. Hinzu kamen die Spielweise der Deutschen, die im Gegensatz etwa zum eleganten holländischen Fussball als hässlich galt, und der Name Nationalmannschaft, der für das jüdische israelische Ohr beleidigend klingt…

  • Stellungnahme der Botschaft zu einer Kleinen Anfrage der Grünen im deutschen Bundestag

    Israelische Exporte in die EU werden gemäss dem Abkommen zwischen Israel und der EU abgewickelt, einschliesslich der Exporte aus den Gebieten, die im Olmert-Mendelson-Abkommen von 2005 geregelt werden. Dieses Abkommen wird bis heute voll umgesetzt, was auch EU-Berichte bestätigen. Die Anfrage von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erscheint wie ein weiterer Versuch, Israel negativ herauszuheben und dabei zu einem wirtschaftlichen Boykott aufzurufen. Es ist sehr bedauerlich, dass sich Mitglieder der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, die sich selbst als Anwälte des Friedens sehen, ausgerechnet dafür entscheiden, sich auf ein Thema zu konzentrieren, für das in einem endgültigen Abkommen zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde ohnehin eine Lösung gefunden werden wird…

  • Eshel: Bereit sein für den Ernstfall

    Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe in den Israelischen Verteidigungsstreitkräften (ZAHAL), Generalmajor Amir Eshel, hat sich bei einer Konferenz am Mittwoch zur Lage in Syrien geäussert. Er hat vor einem plötzlichen Krieg mit Syrien gewarnt. Das Land verändere sich vor Israels Augen. „Wenn es morgen zusammenbricht, kann es sein, dass wir sein grosses Waffenarsenal verteilt und gegen uns gerichtet sehen“, sagte der Militärvertreter an der Sicherheitskonferenz in Herzlija…

  • US-Senat ruft zur Unterstützung Israels

    Die US-Behörden wollen Israel unterstützen, wenn der jüdische Staat Militärmassnahmen zur Neutralisierung der Nukleardrohung aus Teheran ergreift, heisst es in einer Resolution, die am Mittwoch vom Senat des US-Kongresses verabschiedet wurde. In dem Dokument, das von den Senatoren Robert Menendez und Lindsey Graham vorbereitet wurde, wird betont, dass es nicht die Anwendung von Gewalt sanktioniere, sondern die Unterstützung Israels deklariere. Im US-Repräsentantenhaus werden weitere Massnahmen gegen iranische Ölexporte vorbereitet. Ein israelischer Minister warnt: Teherans Atom-Ambitionen seien grösser als angenommen. Falls es zu einem Krieg zwischen Israel und dem Iran kommt, sollen die USA dem jüdischen Staat umfassende Hilfe leisten. „Wenn Israel Militärmassnahmen zum Schutz vor dem iranischen Nuklearprogramm ergreifen muss, dann sollten wir alle Mittel nutzen, um Israel zu helfen, sein Territorium, sein Volk und seine Existenz zu schützen“, heisst es in der Resolution. In diesem Dokument heisst es unter anderem weiter: „Falls die israelische Regierung gezwungen sein sollte, als legitime Selbstverteidigungs-Massnahme gegen das iranische Atomprogramm militärische Gewalt anzuwenden, sollte die US-Regierung Israel diplomatisch, militärisch und wirtschaftlich helfen – zwecks der Verteidigung seines Territoriums und seiner Bevölkerung.“ Diese am Mittwoch in Washington verabschiedete Resolution ist nicht verbindlich. Die Autoren betonten, sie dürfe nicht als „Genehmigung für die Anwendung von Militärgewalt oder für eine Kriegserklärung“ betrachtet werden…

  • Abgeordneter will auf dem Tempelberg beten

    Der israelische Abgeordnete Moshe Feiglin vom Regierungsbündnis Likud-Beyteinu kämpft einen einsamen Kampf: Weil Ministerpräsident Netanjahu ihm nicht erlaubt, auf dem Tempelberg zu beten, stimmt er in der Knesset aus Protest konsequent gegen die eigene Regierung. Die ist sauer auf den Rebellen und hat ihm jetzt seinen Sitz im Erziehungsausschuss gestrichen. Feiglin wurde durch einen anderen Abgeordneten ersetzt. Feiglin will seinen Aufstand aber dennoch fortsetzen. Nicht nur Netanjahu hatte dem 50-jährigen das Beten auf dem Tempelberg untersagt, auch Generalstaatsanwalt Yehuda Weinstein blockierte das Vorhaben…

  • Israelischer Ehrendoktor für Sarkozy

    Der frühere französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat seine Freundschaft zu Israel betont. Am Mittwoch empfing er die Ehrendoktorwürde der Akademischen Hochschule Netanja. „Ich bin bewegt von der Ehre, die mir zuteil wird“, sagte Sarkozy laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ bei der Verleihung. „Immer habe ich eine sehr grosse Brüderlichkeit gegenüber dem jüdischen Volk empfunden. Ich bin stolz auf diese Freundschaft und diese Brüderlichkeit. Nie habe ich mich dessen entzogen und ich werde auch nie vor dieser Verpflichtung fliehen.“ Die Auszeichnung sei „eine Gelegenheit, von Neuem meine Freundschaft zu Israel zu bekunden. Ihr seid der Beweis dafür, dass die Menschlichkeit immer siegt“…

  • „Doppelbett-Affäre“ beschäftigt die Finanzaufsicht

    Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat ein Problem. Zusammen mit seiner Frau Sara war er nach London geflogen, um an der Beerdigung der früheren britischen Regierungschefin Margret Thatcher teilzunehmen. Damit er den knapp fünfstündigen Flug ausgeruht übersteht, liess er im Flugzeug ein Doppelbett inklusive Sichtschutz einbauen. Das israelische Fernsehen berichtete, Netanjahus Schlafkabine habe den Steuerzahler umgerechnet rund 98.600 Euro gekostet. Daraufhin hagelte es Kritik. Der Regierungschef entschuldigte sich mit dem Argument, die Umbaukosten seien ihm nicht genannt worden. Nun hat sich Israels oberster Finanzkontrolleur eingeschaltet…

  • Joe Biden und seine Jubelrede

    Der US-Vizepräsident irritiert mit einer Jubelarie auf die Verdienste amerikanischer Juden. Etliche Beobachter befürchten, dass Joe Biden damit Antisemiten Munition liefert. Am Dienstagabend hat Joe Biden in Washington aus Anlass des «Jewish American Heritage Month» eine Rede gehalten. Dabei rühmte der Vizepräsident von Barack Obama die Verdienste jüdischer Denker, Unternehmer und Juristen von Louis Brandeis bis Elena Kagan über den grünen Klee. Der für seine langjährigen, exzellenten Beziehungen zu der amerikanisch-jüdischen Gemeinschaft bekannte Biden führte Statistiken an, um die deutlich überproportionale Rolle der etwa sechs Millionen amerikanischer Juden in der Nation herauszustreichen. So stellten sie (bei einem Bevölkerungsanteil von zwei Prozent) elf Prozent der Kongressabgeordneten und ein Drittel der Nobelpreisträger. Ohne jüdische Exponenten wie Albert Einstein, Carl Sagan und die Gebrüder Gershwin hätte es bedeutende Fortschritte in Wissenschaft und Kunst nicht gegeben, so der 71-Jährige mit der für ihn typischen Emphase. Und die Fortschritte der Frauen- und Bürgerrechtsbewegungen wären nie ohne jüdische Aktivisten und Aktivistinnen wie Betty Friedan und Jack Greenberg zustande gekommen…

  • Imame wollten europäisches Judentum kennen lernen

    Bemerkenswerte Polen-Reise islamischer Persönlichkeiten. 13 Imame aus Indonesien, der Palästinensischen Behörde, Saudi-Arabien und anderen muslimischen Staaten haben am Montag zusammen mit fünf amerikanischen Kollegen in Warschau das neue Museum der Geschichte der polnischen Juden besucht, um mehr über das europäische Judentum vor, während und nach dem Holocaust zu lernen. Viele der Imame in der Gruppe unterrichten an islamischen Universitäten. Die Imame wurden auf der Reise von jüdischen Organisationen und vom State Department begleitet, das den Anlass organisiert hatte. Auf dem Programm stand auch ein Besuch des Museums auf dem Gelände des ehemaligen KZ Auschwitz, sowie Stätten im Zusammenhang mit den Ghettos von Warschau und Krakau…

  • Ministerium will weniger Waffen im Umlauf

    Nach der tödlichen Schiesserei in einer Bank in Be‘er Scheva will das israelische Ministerium für öffentliche Sicherheit die Waffengesetze verschärfen. Unter anderem möchte es die Zahl der Waffenscheine für Zivilisten deutlich senken. „Den Waffenbesitz zu beschränken, steht an der Spitze unserer Agenda“, teilte der Minister für öffentliche Sicherheit, Jitzhak Aharonovitsch ( Likud -Beiteinu), am Dienstag mit. „Ich habe vor, zu dem Thema eine wöchentliche Nachfolgesitzung abzuhalten.“ In der Mitteilung heisst es weiter: „Die Sicherheitslage in Israel in den jüngsten Jahrzehnten hat dazu geführt, dass zahlreiche Waffenscheine ausgestellt wurden. Wir haben vor, dies einzuschränken, während wir gleichzeitig die notwendige Balance wahren. In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Waffenscheine für Feuerwaffen von 300.000 auf 160.000 verringert worden. Jetzt verringern wir die Zahl der Feuerwaffenträger mit Waffenschein um 10.000 pro Jahr.“…