Autoren-Archive

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  • Alles koscher

    In der israelischen Hightechindustrie dürfen auch ultraorthodoxe Frauen arbeiten – nach strengen Regeln und für einen geringen Lohn. Libby Affen ist Geschäftsführerin bei Matrix, einem der grössten IT-Unternehmen Israels. Als sie gebeten wurde, eine neue Niederlassung aufzubauen, musste die Managerin erst einmal einen Rabbiner einstellen. Lange bevor die anderen Mitarbeiter die Räume beziehen konnten, ging der Geistliche durch die Flure und inspizierte das Unternehmen: Ist die Küche koscher? Sind die Arbeitsplätze nach Geschlechtern getrennt? Und muss garantiert niemand am Sabbat arbeiten? …

  • Eine Fussball-Karriere zwischen den Fronten.

    Eine junge Araberin kickt für einen israelischen Klub und das palästinensische Nationalteam. Walaa Hussein ist eine Grenzgängerin. Die 24-jährige Araberin lebt im Westjordanland, in einem kleinen Dorf nahe der Stadt Jenin und pendelt drei Mal pro Woche nach Israel um Fussball zu spielen. Zum Training und für Ligaspiele ihres Vereins Ramat Hascharon. Wie lang sie für die rund 100 Kilometer braucht, ist unterschiedlich. Die Dauer der Wartezeit an den Checkpoints nach Israel folgt keinen nachvollziehbaren Kriterien. Einmal wäre sie fast zu spät zu einem Ligaspiel gekommen. Erst kurz vor dem Anpfiff kam die Fussballerin im Vorort von Tel Aviv an…

  • Ex-Stellvertreter belastet Lieberman vor Gericht

    Sein früherer Stellvertreter widerspricht Ex-Aussenminister Lieberman. Letzterer wird des Betrugs und Vertrauensbruchs beschuldigt. Der wegen Betrugs und Vertrauensbruchs angeklagte ehemalige israelische Aussenminister Avigdor Lieberman ist vor Gericht von seinem früheren Stellvertreter belastet worden. Danny Ayalon sagte nach Medienberichten am Donnerstag, Lieberman habe ihn angewiesen, den Diplomaten Seew Ben-Arie 2009 zum Botschafter in Lettland zu ernennen. Damit widersprach er der Version Liebermans. Nach Dafürhalten der Anklage belohnte Lieberman Ben-Arie damals mit der Ernennung dafür, dass er ihm vorher illegale Informationen über andere Korruptionsermittlungen gegen ihn zuspielt hatte…

  • Didier Burkhalter trifft Benjamin Netanjahu

    Der Schweizer Aussenminister Didier Burkhalter ist am Donnerstag mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu zusammenkommen. Am Abend ist ein Treffen mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas in Ramallah geplant. Im Zentrum der Gespräche mit Vertretern der israelischen Regierung stünden die Vertiefung der bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Israel sowie die derzeitige Situation in der Region, erklärte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Weiter soll über die Schweizer Beiträge zur Unterstützung des Friedensprozesses im Nahen Osten gesprochen werden…

  • 40 Prozent der Palästinenser halten Selbstmord-Anschläge für gerechtfertigt

    Vier von zehn Muslimen in den Palästinensischen Autonomiegebieten sind der Meinung, dass Selbstmordanschläge gegen Zivilisten zur Verteidigung des Islam gerechtfertigt seien. Dieses erschreckende Ergebnis erbrachte eine Studie des amerikanischen „PEW Resarch Centers“ in Washington D.C., die jetzt veröffentlicht wurde. Für die repräsentative Untersuchung waren knapp 1000 erwachsene Palästinenser befragt worden. Weltweit wurde die Studie in 39 muslimischen Ländern durchgeführt. Nirgendwo fanden Selbstmord-Attentäter eine derart hohe Akzeptanz wie bei den Palästinensern. Für die Studie waren 38.000 Muslime in 80 Sprachen befragt worden…

  • Siamesischer Zwilling in Israel von totem Bruder getrennt

    In einem hochkomplizierten Eingriff ist ein siamesischer Zwilling in Israel von seinem toten Bruder getrennt worden. Die Ärzte kämpften am Donnerstag weiter um das Leben des Babys, wie das Rambam-Krankenhaus in Haifa auf seiner Webseite mitteilte. Die Körper der Geschwister waren zu einem frühen Zeitpunkt der Schwangerschaft in grossen Teilen verwachsen. Solche Missbildungen sind extrem selten. Eines der Kinder lebte schon bei der Geburt nicht mehr. An der vierstündigen Operation vor einigen Tagen waren zahlreiche Ärzte verschiedener Fachrichtungen beteiligt…

  • Amerikanische Waffen für die Rebellen?

    US-Präsident Barack Obama bereitet die Bewaffnung der syrischen Rebellen vor und intensiviert die amerikanischen Bemühungen zum Sturz von Präsident Bashar Assad. In diesem Sinn zitiert die „Washington Post“ hochrangige Beamte der US-Administration. Laut Aussagen der Offiziellen sollen die USA einer Entscheidungsfindung in den genannten Themenkreisen nah sein, doch wird betont, dass die USA eine politische Lösung, die den Sturz Assads herbeiführen würde, immer noch vorziehen. Obama dürfte über seine Handlungsweise in den kommenden Wochen entscheiden…

  • Grenzen sind nicht der Kern des Konflikts

    Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu wird von der Opposition, aber auch von Mitgliedern seiner eigenen Koalition dazu gedrängt, mit den Palästinensern neue Friedensgespräche zu führen. Der Premierminister von Katar, Al Thani, hatte Anfang dieser Woche bei einem Besuch in Washington den Austausch von Land zwischen Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten vorgeschlagen. „Im Kern geht es bei diesem Konflikt nicht um Land“, erklärte nun Netanjahu, ohne auf Al Thanis Vorschlag direkt einzugehen. Tatsächlich weigerten sich die Palästinenser, Israel als jüdischen Staat und Heimat des jüdischen Volkes anzuerkennen. Das sei das eigentliche Problem…

  • Deutliche Signale an die Terrorgruppen

    Die israelische Armee zeigt demonstrativ Stärke und Entschlossenheit: Die gezielte Tötung eines 24 Jahre alten palästinensischen Terroristen, der für den Raketenbeschuss des israelischen Urlaubsortes Eilat verantwortlich gewesen sein soll, sei ein deutliches Signal an die Terrorgruppen in der Region. Das unterstreichen heute israelische Medien. Der Getötete habe eine zentrale Rolle bei der Beschaffung und dem Abschuss von Raketen aus dem Gazastreifen gespielt, erklärte das Militär. Er sei mit einem Motorrad im nördlichen Gazastreifen unterwegs gewesen, als er von einem israelischen Flugzeug aus beschossen wurde…

  • Polizei warnt vor Eskalation der Gewalt

    Nach dem Mord an dem jüdischen Familienvater Eviatar Borovsky (31) ist die Lage im sogenannten Westjordanland angespannt. Die Armee und die Polizei zeigen starke Präsenz, da heftige Unruhen befürchtet werden. Empörte Siedler hatten am Dienstag Autos und Häuser von Palästinensern mit Steinen beworfen und Felder angezündet. Die Palästinenser attackierten daraufhin die Siedler. Die Polizei nahm zehn Randalierer fest…