Autoren-Archive
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Konkurrenz um Helden der Lüfte
Gleich drei Filmemacher arbeiten an Dokumentationen über die Anfänge der israelischen Luftwaffe. Dabei ist ein Streit um den Zugang zu Zeitzeugen ausgebrochen. Sie waren Freiwillige, kamen ganz überwiegend aus dem Ausland und brachten Erfahrung als Kampfflieger im Zweiten Weltkrieg mit: Vor 65 Jahren trugen diese jungen Männer als Piloten der israelischen Luftwaffe zur Gründung und zum Fortbestand des jüdischen Staates bei. Gut 90 Prozent der jüdischen Kampfflieger waren nicht in Palästina zuhause, sondern stammten vorwiegend aus der angelsächsischen Welt. Insgesamt haben 4000 ausländische Freiwillige auf israelischer Seite am Befreiungskrieg teilgenommen. Nur einige Dutzend davon waren Piloten…
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Mahnwache für Jonathan Pollard vor dem King David Hotel
Am Montagabend fand eine Mahnwache für Jonathan Pollard vor dem King David Hotel in Jerusalem, wo sich US-Aussenminister John Kerry während seines Besuches in Israel aufhält, statt. Die Demonstranten trugen Schilder und riefen Kerry zum Handeln für Pollard Freilassung nach 10.000 Tage in einem amerikanischen Gefängnis auf. Bereits vor einigen Wochen, bevor Präsident Barack Obama in Israel für seinen Besuch in dem Land landete, forderten tausende von Menschen vor der Residenz des Präsidenten Shimon Peres in Jerusalem, dass er sich für Freiheit von Pollard einsetzen soll…
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US-Verteidigungsminister will Israel besuchen
US-Verteidigungsminister Chuck Hagel wird am 21. April Israel besuchen, teilt der israelische Rundfunksender Galei Zahal mit. Das wird sein erster Besuch seit dem Amtsantritt sein.
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M+W Group für grösstes Solarkraftwerk in Israel engagiert
Der Anlagenbauer M+W Group hat den Zuschlag als Generalunternehmer für Planung und Bau, Inbetriebnahme und Betriebsführung des grössten Solarkraftwerks in Israel mit 55 Megawatt (MW) Leistung erhalten. Auftraggeber und Gesellschafter der Projektgesellschaft ist die Enlight Renewable Energy Ltd., ein Tochterunternehmen der Eurocom Group, eines der grössten Holdingunternehmen Israels in Privatbesitz. Dieses Grossprojekt sei ein Meilenstein für die erneuerbaren Energien in Israel und trage wesentlich zur Absicherung des Energiemix im Land bei, erklärte die M+W Group…
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Schweiz: D’Migros häts – Fisch im Fleisch und „Hass“ aus Israel
Upps… – Kommt da etwa schon der nächste Fleischskandal auf uns zu? Hats bei der Migros jetzt Fisch im Bündnerfleisch? Erst hats Pferd in der Schweinefleisch-Lasagne, dann Schwein in der Elch-Lasagne und jetzt Fisch im Bündnerfleisch? Migros verkauft das Pökelfleisch mit der Etikette „Bündnerfleisch Fisch“ drauf. Etwa ganz nach dem Motto: Wenigstens richtig deklariert? Nein. Denn nicht überall, wo Fisch draufsteht, ist auch Fisch drin…
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„Allahu Akbar“ beim israelischen Botschafter in Frankreich
Eine Delegation von Imamen aus Israel besucht derzeit Frankreich. Die Reise wird von der israelischen Botschaft in Paris gesponsert. Die Teilnehmer treffen sich mit Vertretern jüdischer und muslimischer Gemeinschaften aus dem ganzen Land. Ausserdem verrichten sie Gebete in verschiedenen Moscheen, unter anderem in der südfranzösischen Stadt Toulouse. Das israelische Aussenministerium hatte die muslimischen Führer in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium zu der einwöchigen Reise entsandt. Der Besuch endet am morgigen Mittwoch. Im vergangenen November hatten französische Imame Israel besucht…
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Das Hakenkreuz in der Geige
Der israelische Geigenmacher Amnon Weinstein sammelt und restauriert Geigen aus der Zeit des Holocaust. Vor einiger Zeit erhielt er aus den USA eine Paketlieferung mit einer Violine, wie er eigentlich viele in seiner Werkstatt hat. Als er jedoch diese Geige auseinander nimmt, findet er im Inneren die Inschrift „Heil Hitler“ sowie ein mit Gewalt eingeritztes Hakenkreuz. Ebenfalls fanden sich Initialen sowie das Jahr 1936 darunter. Amnon Weinstein sagt, er brauchte einige Tage, um sich von dem Schreck zu erholen. „Ich habe viele Dinge in Geigen geschrieben gefunden, aber noch niemals so etwas. Menschen schreiben üblicherweise ihr Hochzeitsdatum oder das Geburtsdatum ihrer Kinder in die Geigen. Aber ich habe noch nie einen solchen Hass in einer Geige gefunden.“…
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Holocaust-Überlebender bedankt sich bei Familie seines Retters – einem Wehrmachtsoffizier
Jahrzehnte nachdem der heute 84-jährige Yisrael Fruman von Wehrmachtsoffizier Gerhard Kurzbach vor der Deportation gerettet wurde, bedankte sich der Überlebende bei Kurzbachs Familie. Möglich wurde dieser Briefwechsel, nachdem Fruman in der Haaraetz einen Bericht über die posthum-Verleihung des Titels „Gerechter unter den Völkern“ an Gerhard Kurzbach im November des vergangenen Jahres gelesen hatte. Er erkannte Kurzbach auf dem Foto, das den Bericht illustrierte, und schrieb dessen Familie einen Brief, worin er Kurzbachs Courage pries: „Liebe Familie Kurzbach! Nächsten Sommer werde ich 85 Jahre alt. Ich habe immer Dankbarkeit gegenüber dem Mann empfunden, der mich vor dem Tode bewahrt hat. Ich verdanke Offizier Kurzbach aus Bochnia mein Leben [..]. In tiefer Dankbarkeit, Yisrael Frumer.“…
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Jom Haschoa – Israel hält inne
Zwei Minuten stand das Land heute um 10 Uhr still. Landesweit waren Sirenen zu hören. Die Menschen in Israel gedachten der sechs Millionen Opfer des Nationalsozialismus. In der zentralen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem begann anschliessend eine Zeremonie im Beisein von Staatspräsident Schimon Peres, Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und US-Aussenministers John Kerry.
Bereits am Sonntagabend begannen die Holocaust-Gedenkfeiern zum Jom Haschoa, die bis Montagabend dauern. Noch heute leben 192.000 Menschen, die den Konzentrationslagern entkommen konnten, in Israel. Die Tageszeitung Yedioth Ahronoth berichtete am Sonntag, dass jeden Monat 1000 von ihnen sterben. Demnach werden in 16 Jahren keine Menschen in Israel leben, die die Judenvernichtung im Zweiten Weltkrieg miterlebt haben…
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Sozialismus auf Jiddisch – Ein Film über Bundisten in Israel
Im südlichen Tel Aviv gibt es immer noch einen Ort, an dem auf Jiddisch über den Sozialismus gesprochen wird. Der israelische Filmemacher Eran Torbiner begleitete für seinen Film Bunda’im (»Bundisten«) sechs Jahre lang die letzten Parteimitglieder des Allgemeinen Jüdischen Arbeiterbunds… Weiterlesen ›