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  • Jüdisches Massengrab in Rumänien entdeckt

    Archäologen haben in Rumänien ein Massengrab mit ermordeten Juden freigelegt. Das Land hatte die Beteiligung am Holocaust lange geleugnet.
    Im Nordosten Rumäniens ist ein Massengrab mit den Überresten von vermutlich mehr als 100 im Zweiten Weltkrieg ermordeten Juden von Archäologen entdeckt worden. Bislang wurden 16 Skelette am Rande des Dorfes Popricani bei Iasi ausgegraben, berichteten die rumänischen Medien unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft.
    Zeitzeugen hatten die Ermittler auf die Spur des Grabs gebracht. Nach Darstellung des Elie-Wiesel-Instituts zur Erforschung des Holocausts wurden dort mehr als 100 Juden – vor allem Frauen, Kinder und alte Männer – durch rumänische Soldaten ermordet.

  • Zivilehe in Israel demnächst möglich

    Das Komitee des Justiz- und Rechtswesens hat beschlossen, dass die Gebühr für eine Zivileheurkunde 600 Schekel (ca. 110 Euro) betragen soll. Dies ist ein bedeutender Schritt in Richtung Zivilehe für israelische Bürger unterschiedlichen Glaubens. In Israel werden nur Eheschliessungen zwischen gleichreligiösen Leuten durchgeführt (zwischen Juden vom Rabbi, zwischen Christen vom Priester und zwischen Moslems vom Imam). Israelische Bürger, die dem religiösen Status nach nicht jüdisch waren, weil ihre Mütter keine Juden sind, mussten so auf ausländische Trauungen z.B. in Zypern ausweichen oder konvertieren. Demnächt wird es all jenen Bürgern möglich, auch ohne Oberrabbinat heiraten zu können und trotzdem vom Staat registriert zu werden. Der Komiteesvorsitzende MK David Rotem von der Partei Israel Beiteinu sagte, er freue sich über diese Entscheidung, die es vielen Israelis leichter mache, zu heiraten. Rabbiner Attorney Shimon Yaakobi, der Justiziar des Rabbinatsgerichts gab jedoch zu verstehen, dass man genauestens daraufachte, dass nur Nichtjuden von diesem Gesetz Gebrauch machen. Zur Zeit leben ungefähr 60.000 „nicht nach dem Gesetz jüdische“ Israelis in Israel, die nicht vom Oberrabbinat getraut werden können.

  • Sexy oder heilig?

    Israel müht sich derzeit ab, den jüdischen Staat unter den Argusaugen der Welt neu zu erfinden. Diese Bemühungen deuten das interne Dilemma Israels an: Ist es das Heilige Land, oder nur ein weiteres Urlaubsziel für Sonne und Spass? Vor allem die Säkularen arbeiten am neuen Image. Israel soll als ein Land dargestellt werden, in dem schöne Frauen spärlich bekleidet am Strand liegen. Ein Land, das tolerant gegenüber Partygängern ist, seien sie nun hetero- oder homosexuell. „Es sind linksorientierte Säkulare. Wenn die über Israel nachdenken, schenken sie der Geschichte und dem kulturellen Erbe keine grosse Beachtung. Sie nehmen an, dass andere genauso wenig Enthusiasmus für unsere Geschichte und unser Erbe haben wie sie selbst”, meint der Medienanalytiker Aaron Lerner gegenüber Israel Heute. „Offen gesagt, diese Leute denken, ein hübsches Mädchen im Bikini in Eilat sei ein signifikanter Grund, ein gutes Gefühl gegenüber Israel zu haben.” Mit anderen Worten will Israel ein „cooler” Ort für Besucher sein, die hier ihre Dollars ausgeben.

  • Bald Marihuana in Apotheken

    Der Fachausschuss des Gesundheitsministeriums für die Prüfung der medizinischen Anwendung von Cannabis hat am Mittwoch die Aufnahme der Droge in die offizielle Liste von Medikamenten empfohlen. Bereits in einem halben Jahr soll Marihuana in israelischen Apotheken erhältlich sein.
    Zur Klärung der Fragen, die den Anbau der Pflanze und weitere Fragen des konkreten Prozederes betreffen, soll nun auf Empfehlung des Ausschussvorsitzenden, Dr. Yehuda Baruch von der psychiatrischen Klinik Abrabanel, ein interministerieller Ausschuss gebildet werden.
    Baruch beschreibt die Vorteile von Marihuana wie folgt: „Im Bereich der Schmerztherapie gibt es keinen Zweifel, dass es dem Kranken hilft. Und es ist auch bewiesen, dass es bei Krankheiten wie Multiple Sklerose hilft. Die Droge hat brechreizhemmende Wirkung, was bei der Behandlung von Brechphänomenen von Krebskranken nach der Chemotherapie ausgenutzt wird, und weitere positive Wirkungen.“

  • Vize-Bürgermeister nach anti-arabischen Äusserungen entlassen

    Der Bürgermeister der nordisraelischen Stadt Karmiel, Adi Eldar, hat seinen Stellvertreter entlassen: Oren Milstein hatte sich zu oft abwertend über Araber geäussert.
    Wie die Tageszeitung „Ha´aretz“ meldet, gab es schon lange Beschwerden über „diskriminierende“ und „rassistische“ Kommentare und Aktionen Milsteins. Den Vorwürfen nach sei es sein Ziel, Araber vollständig aus Karmiel zu vertreiben, um den „jüdisch-zionistischen Charakter“ der Stadt zu bewahren. Ende Oktober habe er in einer Anzeige die Bürger darum gebeten, ihn per E-Mail auf Wohnungen, die an Araber verkauft oder vermietet werden sollen, hinzuweisen. Milstein bestreitet, die Zeitungsanzeige aufgegeben zu haben, sagte aber, dass Juden und Araber besser getrennt voneinander leben sollten…

  • Streit um Moschee

    In der Beduinenstadt Rahat (30.000 Einwohner) wurde während der frühen Morgenstunden eine Moschee unter Aufsicht von 700 israelischen Polizisten abgerissen, die ohne jegliche Genehmigungen errichtet wurde. „Es ist unsere Aufgabe, das Gesetz im Land zu beachten und dies ist eine Botschaft an alle, die illegal im Land Häuser errichten“, erklärte der Polizeibefehlshaber des Südbezirkes, Yohanan Danino. Obwohl hunderte Beduinen dagegen demonstrierten, kam es nicht zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und Verletzten auf beiden Seiten. Der Bürgermeister von Rahat Faiz Abu Seheban kritisierte jedoch Israels Verhalten. „Dies ist ein krimineller Akt des Staates Israel und ich bin darüber schockiert“, erklärte Abu Seheban gegenüber den israelischen Medien…

  • Israel plant Truppenabzug aus libanesischem Teil von Grenzdorf Gajar

    Der israelische Premier Benjamin Netanjahu stellt UN-Generalsekretär Ban Ki-moon am Montag den Plan zum Truppenabzug aus dem nördlichen (libanesischen) Teil des Dorfes Gajar vor.
    Das teilte der Radiosender Kol Israel am Sonntag unter Berufung auf dem Premier nahe stehende Personen mit.
    Das Dorf, dessen nördliche Hälfte zum Libanon gehört, steht seit dem zweiten Libanon-Krieg 2006 vollständig unter israelischer Kontrolle.
    Das Treffen zwischen Netanjahu und Ban Ki-moon ist für diesen Montag in New York angesetzt. In einer Woche, nach der Rückkehr von seiner US-Reise, soll der israelische Premier dem militärpolitischen Kabinett den Abzugsplan zur Bestätigung vorlegen.
    Das Dorf Gajar war 1967 von Israel besetzt und in den Jahren 2000 bis 2006 in zwei Teile geteilt worden. Während des Libanon-Feldzugs im Sommer 2006 hatten die israelischen Truppen das ganze Dorf, in dem etwa 2000 Menschen leben, eingenommen.
    Die Israelis haben sich wiederholt bereit erklärt, den nördlichen Teil von Gajar zu räumen, jedes Mal aber ihre Entscheidung mit der Begründung verschoben, alle Sicherheitsfragen sorgfältig durchdenken zu müssen.

  • Arekat: „Das Spiel hat ein Ende!“

    „Wir haben das Ende des Spiels erreicht“, sagte der palästinensische Unterhändler Areakt gestern der arabischen Zeitung Sharq el Awsat. „Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu muss sich entscheiden, ob er Frieden oder jüdische Siedlungen will. Nur eins von beiden!“ Auf Bitten der amerikanischen Regierung gaben die Palästinenser Washington eine Frist von drei Wochen, um mit Israel eine neue Formel auszuarbeiten, demnach Israels Regierung die jüdischen Siedlungsbau im biblischen Kernland Judäa und Samaria weiterführen kann, ohne deswegen die innenpolitischen Situation für Netanjahus Koalition noch schwieriger zu machen. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu flog heute mit seiner Frau Sarah und seinem Sohn Yair in die USA und wird dort mit dem US-Vizepräsident Joe Biden zusammentreffen und die festgefahrene Situation im Friedensprozess mit den Palästinensern besprechen. Sollte Netanjahu den Baustopp in Judäa und Samaria fortführen, könne deswegen seine Regierungskoalition fallen und aus diesem Grund zögert Netanjahu eine Entscheidung zu treffen.

  • Angst vor Google

    Der Chef des israelischen Sicherheitsdienstes Schin Bet, Yuval Diskin, sieht im Internet und seinen öffentlichen und freien Informationen ein deutliches Sicherheitsrisiko für Israel. „Informationen, die früher nur einem eingeschränkten Personenkreis in staatlichen Stellen zur Verfügung standen, können nun von jedermann abgerufen werden. Insbesondere terroristischen Gruppen kommen problemlos an fast alle möglichen und sensiblen Daten“, erklärte Diskin vor der jüngsten Sicherheitskonferenz in Tel Aviv. „Einst hatten nur Staaten und Weltmächte Zugang zu Informationen, die heute über Internet-Systeme wie Google Earth, weltweit verstreute Webcams oder iPhone-Applikationen, die in Echtzeit hochwertige Daten liefern, verfügbar sind.“ Zur Erinnerung: Ende 2008 kam es im indischen Mumbai zu Terroranschlägen, die mit ausführlicher Hilfe von Google Earth koordiniert werden konnten. Auf der anderen Seite nutzt Israels Vize-Außenminister Danny Ayalon (siehe Bild) das Internet aus, um mit arabischen Internetusern in den moslemischen Länder in dieser Region zu chatten.

  • UN-Bericht: Hohe Lebensqualität in Israel

    Der am Donnerstag veröffentlichte UN-Bericht zur menschlichen Entwicklung hat Israel den 15. Platz seiner Rangliste zur Lebensqualität auf der Welt zugewiesen. Der alljährliche Bericht des UN-Entwicklungsprogramms evaluiert den Stand der menschlichen Entwicklung jenseits der rein makroökonomischen Aspekte von nationalem Fortschritt.
    Insgesamt wurden 169 Staaten bewertet. Ins Gewicht fielen dabei Faktoren wie Gesundheit, Erziehung, individuelles Einkommen und Lebenserwartung.
    Die Rangliste wird angeführt von Norwegen, Australien und Neuseeland. Dahinter folgen die USA, Irland, Liechtenstein, die Niederlande, Kanada, Schweden, Deutschland, Japan, Südkorea, die Schweiz und Frankreich. Die Schlusslichter bilden Niger, die Demokratische Republik Kongo und zuletzt Simbabwe.