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Israelischer Film auf „Oscar-Shortlist“
Der israelische Beitrag „Precious Life“ hat es auf die „Shortlist“ für den Oscar der Kategorie „bester Dokumentarfilm“ geschafft. Der Filmemacher Shlomi Eldar erzählt darin die Geschichte eines Babys aus dem Gazastreifen, das dringend eine Knochenmarkspende braucht. Insgesamt sind 15 Dokumentarfilme vorläufig für den Preis nominiert.
Ein Fernsehbericht von Eldar trug dazu bei, dass der kleine Junge, Mohammed Abu Mustafa, und seine Mutter zur Behandlung nach Tel HaSchomer gebracht werden konnten. Später gab ein jüdischer Spender 55.000 Dollar, um die Kosten zu decken, berichtet die „Jerusalem Post“.
Die Regie für „Precious Life“ (Kostbares Leben) führte Nir Bergman. Die Handlung basiert auf einem Roman des israelischen Schriftstellers David Grossman, der in diesem Jahr mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde.
In den vergangenen drei Jahren war jeweils ein israelischer Beitrag für den Oscar der Kategorie „ausländischer Film“ nominiert. Die Preise gingen jedoch jeweils in andere Länder… -
Website mit „israelischen Kriegsverbrechern“ gelöscht
Der amerikanische Webposter „Zymic“ hat am Donnerstag eine Internetseite gelöscht, auf der Daten und Fotos von 200 Angehörigen der israelischen Armee veröffentlicht waren. Die Israelis sollen allesamt an der Operation „Gegossenes Blei“ gegen die Hamas im Gazastreifen beteiligt gewesen sein – sie wurden von den anonymen Verfassern als „Kriegsverbrecher“ beschimpft.
Die Liste enthält auch persönliche Informationen über den scheidenden Generalstabschef Gabi Aschkenasi. Einige Soldaten hatten mit Stolz darauf reagiert, dass sie auf der Webseite erschienen. Dennoch habe ihre Veröffentlichung neue Fragen zu etwaigen Sicherheitslücken in sensiblen Daten der israelischen Armee aufgeworfen, schreibt die „Jerusalem Post“.
Das soziale Netzwerk „Facebook“ hinderte seine Nutzer am Donnerstag daran, die Liste auf seiner Website zu verbreiten. Denn es handele sich um „blockierte Inhalte, die zuvor als ausfallend gekennzeichnet worden waren“. Exemplare der Liste kursieren dennoch weiterhin im Internet… -
Entsalzungsanlage erweitert
Das Konsortium „Via Maris“ hat die Erweiterung der Entsalzungsanlage Palmachim südlich von Rischon LeZion eingeweiht. Die ursprüngliche Anlage war bereits vor drei Jahren in Betrieb genommen worden. Ihre Produktionskapazität liegt bei 30 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr.
Wie das Wirtschaftsmagazin „Globes“ meldet, erhöht sich die Kapazität durch den Ausbau um 50 Prozent auf 45 Millionen Kubikmeter Wasser. Er wurde vor sechs Monaten abgeschlossen… -
Mehr Filmproduktionen im Heiligen Land
Zehn Jahre dauerten die zähen Verhandlungen zwischen Israel und Grossbritannien. Nicht um Politik ging es dabei, sondern um Film-Produktionen. Die jetzt getroffene Vereinbarung könnte Israel zu einem attraktiven Drehort für britische Filmprojekte machen. Israel gewährt den britischen Produktionsfirmen steuerliche Entlastung, um ihnen den Dreh in Israel schmackhaft zu machen. Das Abkommen trafen die Aussenminister Avigdor Lieberman und William Hague. Der Deal wurde in einer Zeit geschlossen, in der viele britische kulturelle und akademische Einrichtungen zum Boykott Israels aufrufen. Das Potenzial der Vereinbarung ist enorm.
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Neue Methode zur Malaria-Bekämpfung entwickelt
An der Hebräischen Universität Jerusalem ist eine neue Methode zur unkomplizierten Insektenkontrolle entwickelt worden, die zu einem signifikanten Rückgang an Malaria-übertragenden Moskitos führen kann. Sie wurde bereits im westafrikanischen Mali erfolgreich getestet.
Die Feldstudie in Afrika basierte auf früheren Vorarbeiten am Zentrum für Tropenkrankheiten der Hebräischen Universität. Die Methode besteht darin, pflanzliche Lockstoffe mit einem toxischen Zuckerköder (Attractive Toxic Sugar Bait/ATSB) auszustatten, der die Populationen von Malaria-übertragenden Moskitos stark reduzieren kann… -
Letzte Falashmura sollen nach Israel gebracht werden
Die israelische Regierung hat am Sonntag in der wöchentlichen Kabinettsitzung aus religiösen und humanitären Erwägungen heraus entschieden, die letzten Falashmura (zwangschristianisierte Äthiopier ursprünglich jüdischen Glaubens) nach Israel zu bringen, um die Einrichtung weiterer Flüchtlingslager in Äthiopien zu verhindern.
Gegenwärtig warten noch 7846 Falashmura in Gonder auf ihre Ausreise nach Israel. Laut Kabinettsbeschluss wird das Innenministerium die Anträge nach drei Gruppenkriterien beurteilen: Falashmura, die nach mütterlicher Linie jüdischer Abstammung sind und in Israel zu ihrem jüdischen Glauben zurückkehren wollen; solche, die seit 2007 registriert sind; und solche, die Verwandte in Israel haben und ein Gesuch gestellt haben bzw. dies in den kommenden drei Monaten tun werden. Die Kandidaten werden bis zum 1. August 2011 Antwort erhalten.
Dem Kabinettsbeschluss zufolge werden in den nächsten paar Monaten 600 einreiseberechtigte Falashmura in Israel eintreffen. Nach ihrer Ankunft wird die Jewish Agency die Verantwortung für das Lager in Gonder übernehmen, die bislang die North American Conference on Ethiopian Jewry innehat. Im Anschluss daran werden über ein Jahr lang etwa 200 Falashmura pro Monat nach Israel gebracht werden. Die Überführung der Verbliebenen soll innerhalb von vier Jahren über die Bühne gehen. Danach wird es keine organisierte Einwanderung aus Äthiopien mehr geben… -
Obama lobt Netanyahu für konstruktiven Schritt
US-Präsident Obama hat sich persönlich in die Bemühungen um die Wiederbelebung des Nahost- Friedensprozesses eingeschaltet. So lobte er am Sonntag den israelischen Ministerpräsidenten Netanyahu für seine Bemühungen um einen erneuten Baustopp.
Netanyahu habe einen «sehr konstruktiven Schritt» in Richtung einer Atmosphäre getan, in der es Frieden geben könne. «Ich denke, es ist ein Signal und er meint es ernst», sagte Obama zu Netanjahus Reaktion auf den amerikanischen Vorschlag für ein einmaliges, 90-tägiges Moratorium beim Siedlungsbau im Westjordanland.
Im Gegenzug sichern die USA zu, im Uno-Sicherheitsrat ihr Veto gegen eine einseitige Friedensvereinbarung einzulegen. Ausserdem wollen sie Israel neue Kampfflugzeuge im Wert von drei Milliarden Dollar liefern. Aus amerikanischen Regierungskreisen verlautete, Netanyahu habe seine Unterstützung für die neue Initiative der USA bekundet. Er wolle dafür in seinem Kabinett um Unterstützung werben. Obama sagte, er hoffe, Netanyahu und der palästinensische Präsident Mahmud Abbas würden ihre Direktgespräche bald wieder aufnehmen. -
Oridion Q3: Umsatz und Gewinn erhöht
Die israelische Medizinaltechnikerin Oridion ist auch im dritten Quartal 2010 weiter gewachsen. Die Umsatzsteigerung verdankt das an der SIX Swiss Exchange kotierte Unternehmen neben einer erhöhten Nachfrage auch normalisierten Lieferungen an alle Grosskunden. Neben dem Umsatz wurden auch die Profitabilität und der Reingewinn deutlich verbessert. Für den weiteren Geschäftsverlauf äussert sich das Management zuversichtlich und präzisiert die bisherigen Prognosen.
Der Umsatz stieg im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2010 um 25% auf 13,81 Mio USD. Der Bruttogewinn erhöhte sich um ebenfalls 25% auf 7,73 Mio USD, während der Zuwachs beim operativen Ergebnis 24% auf 2,23 Mio USD betrug. Unter dem Strich verblieb ein etwas höherer Reingewinn von 1,92 Mio USD, wie das im Bereich Kapnographie (Messung des Kohlendioxidgehalts in der Atemluft) tätige israelische Medtech-Unternehmen am Montag mitteilte.
In den ersten neun Monaten wuchs der Umsatz um 30% auf 39,09 Mio USD, das operative Ergebnis um ganze 93% auf 4,84 Mio USD und der Reingewinn verdoppelte sich beinahe auf 5,07 Mio USD.
Das Umsatzwachstum führt die Medizinaltechnikerin vor allem auf die konstante Nachfragesteigerung für Kapnographie-Geräte und -Verbrauchsgüter zurück, kombiniert mit normalen Lieferungen an alle OEM-Partner. Hinzu kommen noch Anfangsverkäufe für neue OEM-Partner, mit welchen letztes Jahr Verträge unterzeichnet worden waren, heisst es weiter.
Der Umsatzanteil der Verbrauchsgüter sank in den ersten neun Monaten leicht auf 48%, nach 52% in der Vorjahresperiode. Dieser Rückgang sei hauptsächlich auf die wieder normalisierten Hardware-Verkäufe an alle OEM-Partnern sowie auf erste Lieferungen an neue Partner zurückzuführen. Das Wachstum beim Verkauf von Verbrauchsgütern liege jedoch stabil bei 20% für die Berichtsperiode, trotz signifikant tieferer Bestellquoten von Spitälern in den Vereinigten Staaten und anderswo aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage, heisst es weiter.
Die Betriebskosten stiegen im dritten Quartal um 25% auf 5,50 Mio USD. Die höheren Kosten seien vor allem durch die Massnahmen zur Unterstützung des Umsatzwachstums entstanden… -
Ein Gratis-Schaf zum Flachbildfernseher
In Israel bekommt man beim Kauf eines Fernsehers oder Kühlschranks jetzt eine lebendiges Geschenk.
Der Elektronikmarkt „Big“ in der israelischen Stadt Tiberias hat sich etwas ganz Originelles einfallen lassen: Kauft man dort einen neuen Flachbildfernseher, einen Kühlschrank oder eine Hifi-Anlage – Hauptsache es kostet mindestens 7890 Schekel -, dann gibt’s ein Schaf gratis.
Richtig gelesen, ein echtes Schaf. Das hat, so der Markbesitzer, immerhin einen Wert einen Wert von 2500 Schekel. Und so befindet sich direkt neben dem Geschäft jetzt also eine Schafweide.
Viele Kunden sind begeistert von der Aktion und nehmen so neben ihrem neuen Elektronikgerät auch noch einen Lieferanten für den neuen Winterpullover mit. Andere fragen sich aber, was sie bitteschön mit einem Schaf zu Hause anfangen sollen. Fehlt der Garten, dann verstellt das Tier im Wohnzimmer womöglich noch den Blick auf den nagelneuen Fernseher… -
Gedenken an Ben-Gurion
Israels Staatspräsident Schimon Peres hat den ersten israelischen Premierminister David Ben-Gurion am Sonntag als „den grössten Führer in Israels moderner Geschichte“ geehrt. Peres sprach auf einer Gedenkveranstaltung anlässlich des 37. Todestages des israelischen Staatsgründers an dessen Grabstätte in Sde Boker in der Negev-Wüste.
„Ben-Gurion war der erste, der die Zweistaatenlösung unterstützt hat, aber er glaubte, dass es unsere dringende Aufgabe ist, die Menschen zu retten und die Nation aus der Abhängigkeit von den Ausländern zu führen – etwas, das unmöglich erreicht werden kann, ohne einige Teile Israels aufzugeben. Er wusste, dass ein Staat nicht durch eine UN-Resolution gebaut werden kann, sondern durch Tränen und Ziegelsteine“, so Peres.
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu erinnerte in seiner Ansprache an drei Prinzipien, die Ben-Gurion bei der Staatsgründung geführt hätten: „Das erste war die Sicherheit, denn Frieden ohne Sicherheit ist nicht von Dauer. Das zweite war, dass Jerusalem das Herz der Nation ist. In Bezug auf Jerusalem hat Ben-Gurion seine Haltung mit beeindruckendem Mut vor der Welt behauptet und festgelegt, dass Jerusalem unverzichtbar zu Israel gehört, als Teil des jüdischen Erbes.“…