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  • Regierung unterstützt umweltfreundliche Projekte

    Die israelische Regierung hat beschlossen, alle Kilowattstunden aufzukaufen, die von einem neuen Solarenergiefeld in Südisrael produziert werden. Das Nationale Infrastrukturministerium will in den nächsten 20 Jahren 250 Mio. Schekel (ca. 50 Mio. Euro) für die Elektrizität der Arava Solar Power Firma (APC) im Kibbuz Ketura bei Eilat ausgeben. Der Vertragsabschluss steht für die Überwindung bürokratischer Hürden bei der Verwirklichung solcher Projekte. Das Ministerium erwartet, dass jetzt 200 bis 300 neue Solarprojekte, die sich bereits in der Planungsphase befinden, schneller fertig gestellt werden können. Auch die Armee geht mit gutem Beispiel voran: Generalsstabschef Gabi Aschkenasi verkündete, das neue Offiziersausbildungslager werde ein “grünes Lager”: 400 dort errichtete Solarmodule sollen im Jahr bis zu 90.000 Liter Dieselkraftstoff sparen. Die Architektur und Einbeziehung der Stromsparsysteme soll laut Aschkenasi ein neuer Standart der Anlagen in der israelischen Armee werden.

  • Haifa: Bau der neuen Umgehungsstrasse abgeschlossen

    Nicht nur Naturschützer freuen sich über die neue Umgehungsstrasse und den neuen Carmel Tunnel, der längste seiner Art in Israel, dessen Bau jetzt abgeschlossen werden konnte. Autofahrer profitieren ab nächsten Monat, wenn die Strecke für den Verkehr freigegeben wird, von einer äusserst umweltfreundlichen Unterführung, die den Verkehr durch Haifa, Israels drittgrösste Stadt, erheblich entlasten wird. Die Umgehungsstraße ist ca. 5,6 km lang und verbindet Haifas östliche und westliche Stadtteile. Ein grosser Teil der Strasse ist an der Stelle einer ehemaligen Mülldeponie erbaut. Der Tunnel wurde errichtet, um die Eingriffe in die Landschaft zu minimieren.

  • Israelische Komödie gewinnt „Emmy“

    Die israelische Sitcom „Ramzor“ hat den „Emmy“ für die beste Komödie gewonnen. Am Montagabend wurden für zehn Kategorien die jeweiligen Gewinner des „Emmy“ bekannt gegeben.
    Während die deutschen Filmemacher bei der Preisverleihung leer ausgingen, dürfen israelische Filmproduzenten den zweiten „Emmy“ in der Geschichte feiern. Neben der Sitcom „Ramzor“ war die mit israelischer Beteiligung produzierte argentinische Seifenoper „Ciega a Citas“ nominiert worden (Israelnetz berichtete). Den ersten „Emmy“ in Israels Geschichte gewann 2000 der Dokumentarfilm „Kapo“ von Daniel Paran und Dan Setton.
    „Ramzor“ heisst auf Deutsch „Ampel“. Die Farben der Ampel Rot, Gelb und Grün symbolisieren verschiedene Beziehungs-Situationen junger Männer im Alter von Mitte 30. In der Sitcom werden diese Situationen humorvoll verarbeitet…

  • Knesset beschliesst Volksabstimmungsgesetz zu annektierten Gebieten

    Die Knesset hat am Montag ein Gesetz verabschiedet, dass jegliche Entscheidung über einen Abzug von israelischem Hoheitsgebiet an ein Referendum bindet. Das mit einer Mehrheit von 65 gegen 33 Stimmen (und 22 Enthaltungen) beschlossene Gesetz tritt unmittelbar in Kraft.
    Da das Gesetz sich nur auf souveränes israelisches Territorium bezieht, würde für einen Abzug aus Teilen des Westjordanlands eine Volksabstimmung erforderlich sein. Eine solche wäre jedoch für eine Aufgabe Ostjerusalems oder der Golan-Höhen erforderlich, da beide von Israel annektiert wurden. Auch die Abtretung israelischer Gebiete im Rahmen eines Gebietstauschs mit den Palästinensern zur Wahrung der Siedlungsblöcke müsste durch ein Referendum bewilligt werden.
    Würde bei zukünftigen Abzugsplänen eine Zweidrittelmehrheit in der Knesset gefunden werden, wäre keine Volksabstimmung fällig.
    Das von Likud-Abgeordneten initiierte Gesetz wurde auch von Ministerpräsident Binyamin Netanyahu unterstützt. Oppositionsführerin Tzipi Livni stimmte mit der grossen Mehrheit ihrer Fraktion dagegen. Den Abgeordneten der Arbeitspartei (AVODA), die der Regierungskoalition angehört, stand es frei, sich ihrem Gewissen nach zu entscheiden. Die meisten von ihnen votierten dagegen; nur ein Avoda-Minister, Shalom Shimhon stimmte dafür, die drei anderen, darunter der Parteivorsitzende Ehud Barak, enthielten sich der Stimme…

  • Der besten Armee gehen bald die Soldaten aus

    Wehrdienstverweigerung entwickelt sich in Israel zu einem ernsten Problem. Der Hauptgrund sind ultra-orthodoxe Juden, die sich aufgrund ihres Glaubens freistellen lassen.
    Bevor Ueli Maurer die Auszeichnung für die Schweiz beanspruchte, galt gemeinhin die israelische Armee als die beste der Welt. Mehrmals in ihrer Geschichte obsiegte sie gegen zahlenmässig weit überlegene arabische Gegner. Doch spätestens nach dem Libanonkrieg 2006, der Operation «Gegossenes Blei» 2008/2009 und dem Aktion gegen einen türkischen Gaza-Hilfskonvoi 2010 hat ihr Mythos Kratzer bekommen. Die grösste Gefahr droht heute diesseits der Grenze: Eine wachsende Zahl ultra-orthodoxer Israelis verweigert den Wehrdienst, der eigentlich für alle (nicht-arabischen) Frauen und Männer im Alter von 18 Jahren obligatorisch ist.

    Im Jahr 2020 werden 60 Prozent der 18-Jährigen den Militärdienst verweigern, prophezeite der Rekrutierungschef der israelischen Armee, Generalmajor Avi Zamir, am Donnerstag. «Die israelische Armee ist immer noch eine Volksarmee mit einer ziemlich hohen Dienstbereitschaft, aber es gibt einen Riss in der Gesellschaft. Wir müssen verhindern, dass dieser Riss weiter wächst», sagte er laut «Jerusalem Post» anlässlich der November-Aushebung. Aktuelle Statistiken belegen, dass schon heute die Hälfte aller Israelis zwischen 18 und 40 Jahren keinen Armeedienst leisten, sei dies im dreijährigen Grunddienst oder in der Reserve.
    Der Hauptgrund für die Zunahme der Wehrdienstverweigerer ist die wachsende Zahl ultra-orthodoxer Juden, die aufgrund ihres Glaubens freigestellt werden. Die «Haredi», wie sie auf hebräisch genannt werden, verbringen ihre Zeit mit dem Studium der Torah. Ein Unterbruch für den Militärdienst kommt für viele nicht in Frage. Da ihre Geburtenrate dreimal so hoch ist wie der nationale Durchschnitt, könnte sich der Aderlass in Zukunft weiter zuspitzen.

    Die israelische Armee hat aus diesem Grund einen speziellen Ersatzdienst geschaffen, der auf die Bedürfnisse der Ultra-Orthodoxen zugeschnitten ist. Doch das Interesse war bisher bescheiden. Nur rund tausend Hardedi haben in den vergangenen zwei Jahren von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. 2010 liessen sich zum Vergleich 62 500 Haredi vom Militärdienst befreien…

  • Siedler demonstrieren gegen neuen Baustopp

    Der israelische Ministerpräsident Netanyahu hatte einen allfälligen Baustopp angekündigt, um die Nahostverhandlungen wieder in Gang zu bringen. Dagegen haben nun tausende Siedler demonstriert.
    Die israelischen Siedler haben ihre Proteste gegen einen erwarteten neuen Baustopp im Westjordanland verschärft. Mehrere tausend Siedler demonstrierten am Sonntag vor dem Amtssitz des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu in Jerusalem, wie israelische Medien berichteten.
    Dort fand zu dem Zeitpunkt die wöchentliche Kabinettssitzung statt. Die Demonstranten hielten Spruchbänder in die Höhe und riefen Slogans gegen einen Baustopp. «Wir werden dieses Land nicht hergeben» und «Yes you can – say no», hiess es auf einigen Schildern. In zahlreichen jüdischen Schulen im Westjordanland fand aus Protest gegen ein neues Moratorium kein Unterricht statt.
    Israels Regierung wartet vor einer Entscheidung über einen neuen Baustopp im Westjordanland auf schriftliche Garantien der USA. Die Minister fordern unter anderem eine Zusage, dass das Moratorium nicht für den arabischen Ostteil Jerusalems gelten soll. Zudem soll es nach Ablauf von drei Monaten ausdrücklich nicht wieder verlängert werden…

  • Air-Berlin-Flugzeug drohte Zusammenstoss mit israelischem Jet

    Der Abstand zwischen den beiden Flugzeugen betrug nur noch 250 Meter: Eine Air-Berlin-Maschine ist in Tel Aviv offenbar knapp einem Zusammenstoß mit einem israelischen Jet entgangen.

    Der Pilot einer Air-Berlin-Maschine hatte ersten israelischen Erkenntnissen zufolge einen falschen Kurs eingeschlagen – und näherte sich nach dem Start in Tel Aviv einem israelischen Jet.
    Eigentlich sollte die deutsche Maschine in Richtung Westen starten. Dann sei sie aber südwärts geflogen, hiess es. Damit sei das deutsche Flugzeug auf Kollisionskurs zu einer Maschine der israelischen Linie El Al geraten, die beim Landeanflug in 1200 Metern Höhe geflogen sei.
    Die beiden Flugzeuge hätten sich am Donnerstag schon bis auf 250 Meter genähert, als die Flugkontrolle am Boden den Fehler bemerkt habe, berichteten israelische Medien unter Berufung auf die Sicherheitsbehörden am Ben-Gurion-Flughafen.

  • Führt neue Spur zum Mossad

    Bis heute gibt der Tod des früheren schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Uwe Barschel 1987 Rätsel auf, der Fall wurde nie geklärt. Neue Indizien sprechen für eine Ermordung durch den israelischen Geheimdienst Mossad.
    Einer der wichtigsten Gutachter im Fall Uwe Barschel verdächtigt in einem neuen Gutachten den Mossad , den früheren schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten ermordet zu haben. Die chemischen Analysedaten stimmten bis in Details mit einem Mordablauf überein, den ein ehemaliger Agent des israelischen Geheimdienstes, Victor Ostrovsky, in einem Buch schildere. Das schreibt der Schweizer Toxikologe Hans Brandenberger in einem Beitrag für die „Welt am Sonntag“.
    Es ist das erste Mal, dass sich der Wissenschaftler zur Frage nach den Tätern äußert. Brandenberger hatte Mitte der neunziger Jahre auf Drängen der Familie Barschel ein neues Gutachten erstellt und die „Drei plus Eins“-Theorie formuliert. Er kam zu dem Ergebnis, dass Uwe Barschel die vier tödlichen Präparate nicht zeitgleich genommen haben kann. Barschel sei nicht mehr handlungsfähig gewesen, als die letzte Substanz in seinen Körper gelangte. Das Gutachten löste im Jahr 1994 neue Ermittlungen aus.
    Der frühere Chefermittler in dem Fall, Heinrich Wille, sieht nun den Verdacht erhärtet, dass Barschel von einem professionellen Killerkommando getötet wurde. Brandenbergers Aufsatz enthalte neue Erkenntnisse, die geprüft werden sollten, wurde der ehemalige Leitende Oberstaatsanwalt von Lübeck zitiert. Einen konkreten Verdächtigen gebe es aber bis heute nicht…

  • IDF reagiert auf Phosphorraketen aus dem Gazastreifen

    Drei Terrornester wurden am Freitag in Gaza dem Erdboden gleichgemacht. Die israelische Luftwaffe reagierte damit auf zwei Raketenangriffe auf Israel, eine davon mit einer Grad-Rakete. Nach palästinensischen Angaben wurden sechs Menschen bei den Angriffen verletzt. Die Untersuchung der Raketen aus dem Gazastreifen hat ergeben, dass weisser Phosphor hinzugefügt worden war, eine Substanz, deren Gebrauch nach internationalem Recht in zivilen Gebieten verboten ist. Israel reichte bei der UN eine Beschwerde ein. Aussenminister Avigdor Lieberman: „Hier sieht die internationale Gemeinschaft einmal mehr, wie sehr die Einwohner Südisraels in ständiger Angst vor dem Terrorismus leben, der unter der Hamas in Gaza an der Tagesordnung ist.“ Zusätzlich zu den Raketen wurden sieben Mörsergranaten auf Israel gefeuert, verletzt wurde dabei niemand.

  • Verteidigungsministerium will in die Wüste umziehen

    Das Verteidigungsministerium plant, über die nächsten zehn Jahre seine gesamten Informations-, Computer- und Logistik-Einheiten aus der Landesmitte in den Negev verlagern. Der Umzug soll 20 bis 30 Mrd. Schekel (vier bis sechs Mrd. Euro) kosten. Der enorme Aufwand und die hohen Kosten sollen durch Einsparungen, die der Standort mit sich bringt, und der Schaffung neuer Arbeitsplätze wettgemacht werden. Die israelische Armee hat bereits eine Luftwaffenbasis von Lod nach Netafim versetzt und plant, auch sein Trainingslager dorthin zu verlegen. Die Geheimdienst- und Informationsstelle soll nach Shokat verlegt werden, Computerdivisionen in die Nähe der Ben-Gurion Universität.