Autoren-Archive
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Europäischer Haftbefehl gegen mutmasslichen SS-Verbrecher
Die Niederlande erhöhen den Druck auf Deutschland, einen in Ingolstadt lebenden mutmasslichen NS-Kriegsverbrecher doch noch auszuliefern. In dem seit Jahrzehnten andauernden Rechtsstreit erließen sie einen europäischen Haftbefehl gegen den inzwischen 88-jährigen Klaas Carel F., wie die Staatsanwaltschaft in Den Haag mitteilte. Ein Erfolg ist nach bayerischen Angaben aber zweifelhaft.
Der gebürtige Niederländer, der im Zweiten Weltkrieg dem SS-Sonderkommando „Silbertanne“ angehörte, war 1947 in den Niederlanden wegen der Ermordung von 22 Juden zum Tode verurteilt worden, die Strafe wurde aber in lebenslange Haft umgewandelt. 1952 brach F. aus dem Gefängnis in den Niederlanden aus und floh nach Deutschland.
Die niederländischen Behörden wollen mit dem Haftbefehl die Auslieferung von F. erreichen. Ein Sprecher des bayerischen Justizministeriums sagte auf Anfrage, sobald der Haftbefehl den deutschen Behörden vorliege, werde er durch den Münchner Generalstaatsanwalt geprüft. Der Sprecher verwies aber darauf, dass in der Vergangenheit die niederländischen Bemühungen zur Auslieferung von F. in Deutschland zurückgewiesen worden waren und sich an der Sachlage seiner Kenntnis nach nichts geändert habe.
Die nach der Flucht von F. wiederholten Auslieferungsbemühungen scheiterten bisher, weil dieser auf Grund eines Erlasses aus dem Jahr 1943 als ehemaliger SS-Mann die deutsche Staatsbürgerschaft hat und Deutschland seine Staatsbürger nicht ausliefert. Der Versuch, F. stattdessen direkt in Deutschland wegen der Taten zu belangen, scheiterte zuletzt 2004. Damals lehnte das Landgericht Ingolstadt die Eröffnung des Verfahrens ab… -
Israel und Philippinen unterzeichnen Zollabkommen
Israels stellvertretender Aussenminister Danny Ayalon und die Botschafterin der Philippinen in Israel, Petrolina P. Garcia, haben am Dienstag ein Abkommen über gegenseitige Hilfe und Zusammenarbeit in Zollangelegenheiten zwischen beiden Ländern unterzeichnet.
Das Abkommen ist das erste seiner Art zwischen Israel und den Philippinen. Es legt Parameter für den Informations- und Wissensaustausch fest, der den Handel sowie die Untersuchung und Verfolgung von Zollverstössen erleichtern wird.
Ayalon betonte: „Dieses Abkommen stellt eine wichtige Wegmarke innerhalb von Israels Beziehungen mit den Philippinen dar, insbesondere angesichts des jüngsten steilen Anstiegs im Handelsvolumen zwischen beiden Ländern. Asien wird zu einem zentralen Faktor in der Weltwirtschaft, und das israelische Aussenministerium arbeitet mittels einer Vielzahl von Kanälen auf die Präsenzsteigerung der israelischen Wirtschaft in ganz Asien hin.“… -
Terroraktivitäten im Westjordanland vereitelt
Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) haben am Dienstagmorgen bei einer Kontrolle südlich von Tulkarem im Westjordanland in einem Fahrzeug mit vier palästinensischen Insassen sieben Rohrbomben entdeckt. Spezialkräfte der Armee brachten die Bomben im Anschluss kontrolliert zur Sprengung; die vier Tatverdächtigen wurden zwecks Verhörs verhaftet…
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Israel wirbt auf internationalem Mode-Kanal
Das israelische Tourismusministerium startet eine grosse Werbekampagne auf dem internationalen Modekanal „Fashion TV“, der in fast allen Ländern der Erde zu sehen ist. Dafür sollen rund drei Millionen Schekel (rund 600.000 Euro) investiert werden. Israel wird darin vor allem als Land mit schönen Urlaubsstränden präsentiert, an denen sich gut aussehende junge Leute vergnügen. Diese Darstellung stösst auch auf Kritik. Demnach sollte Israel weltweit stärker als Heiliges Land mit Jerusalem als religiösem Zentrum werben.
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Erfolgreiches Experiment zur Malaria-Bekämpfung
Forscher der Hebräischen Universität Jerusalem haben in Afrika erfolgreich eine neue Methode zur Malaria-Bekämpfung getestet. Mithilfe eines zuckerhaltigen toxischen Köders konnten sie eine deutliche Verkleinerung einer Population von Moskitos nachweisen, welche die Krankheit übertragen.
Im westafrikanischen Mali erprobten die Wissenschaftler das System in künstlichen Wasserleitungen, in denen die Mücken natürliche Bedingungen für das Eierlegen vorfanden. Lokale Früchte wie Guaven und Honigmelonen, die attraktiv für die untersuchten Moskito-Arten waren, wurden mit einer toxischen Lösung versehen. Diese enthielt auch Lebensmittelfarbe, damit die Forscher später die Auswirkungen nachvollziehen konnten… -
Tel Aviv: Keine Busse am Schabbat
Ultraorthodoxe Juden in Tel Aviv wehren sich gegen Pläne der Stadtverwaltung, die öffentlichen Buslinien auch in der Nacht zum Samstag zu betreiben. Ihrer Ansicht nach verstösst das gegen das Gebot, den Schabbat zu heiligen. Die Stadtverwaltung weist dagegen darauf hin, dass es am Freitag und Samstag mehr Verkehrsunfälle mit jungen Leuten gebe als an anderen Wochentagen. Man hoffe, die Partybesucher künftig zum Busfahren bewegen zu können. Für die Gegner der Neuregelung erklärte Rabbi Naftali Lubert, das Problem sei nicht der Busverkehr, sondern die Erziehung und Ausbildung der jungen Fahrer. Man müsse noch mehr Zeit investieren, um ihnen beizubringen, dass man sich nicht betrunken ans Steuer setze.
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Israelische Cholera-Klinik in Haiti
Die UNO hat die von der israelischen Hilfsorganisation IsraAID betriebene Klinik im haitianischen Leoganne offiziell zu einer Einrichtung für Cholera-Behandlungen erklärt. Von der Epidemie erfasste Patienten können sich nun dort kurieren lassen.
Infolgedessen hat das aus Israelis, Kanadiern und haitianischen Ortskräften bestehende Team der Klinik nun mit der räumlichen und technischen Erweiterung begonnen. Seit Ende September hat das Familienkrankenhaus Hunderte von Einwohnern des Ortes behandelt, die von dem verheerenden Erdbeben im Januar des Jahres in Mitleidenschaft gezogen worden waren.
In den vergangenen Wochen haben die Ärzte die lokalen Einsatzkräfte und die Gemeinden der Region Leoganne bereits über die Notwendigkeit hygienischer Vorsorgemassnahmen gegen die Cholera unterrichtet. Das Team steht in ständigem Kontakt mit den lokalen Behörden und den UN-Einrichtungen… -
Ukrainische Zeitschrift ehrt israelische Botschafterin
Das ukrainische Magazin „Focus“ hat die israelische Botschafterin Zina Kalay Kleitman unter die zehn einflussreichsten Ausländerinnen in Osteuropa gewählt. Während ihrer Amtszeit war die Visumspflicht zwischen Israel und der Ukraine aufgehoben worden.
Wie die Tageszeitung „Jediot Aharonot“ berichtet, hat das renommierte Magazin jedoch bei der Begründung einen anderen Schwerpunkt: Die Israelin sei in die Liste aufgenommen worden, weil sie einen Beitrag dazu geleistet habe, dass „ukrainische Verbrecher, die sich derzeit im Heiligen Land aufhalten“, nun ausgeliefert würden. Kalay Kleitman, die ihre vierjährige Amtszeit im Sommer beendet, sagte allerdings gegenüber der israelischen Zeitung: „Ich bin nicht verantwortlich dafür und weiss nicht, ob wir jemanden auszuliefern haben. Diese Angelegenheit wird auf einer professionellen Ebene behandelt; definitiv nicht von mir oder dem Aussenministerium.“
Die Botschafterin fügte hinzu: „Ich sehe es als Ehre an. Ich habe genauso viel beigetragen wie jeder andere Botschafter oder Diplomat. Ich bin sehr froh, dass das Abkommen zur Aufhebung der Visa während meiner Amtszeit unterzeichnet wurde.“
Der Sprecher des israelischen Aussenministeriums, Jossi Levi, teilte mit, das Ministerium sei „sehr stolz auf unsere Botschafterin in Kiew. Es zeigt, dass ein guter Botschafter seine Handschrift auf dem sozialen und kulturellen Leben des Landes hinterlassen kann, in dem er dient“. -
Israel heisst dreimillionsten Touristen willkommen
Am internationalen Ben-Gurion Flughafen nahe Tel Aviv wurde der dreimillionste Tourist in diesem Jahr begrüsst. Der überraschte Gast kam mit einer Maschine aus dem brasilianischen Sao Paulo. Grund zum Feiern gab es für das Tourismusministerium, weil damit der alte Rekord von 2008 gebrochen werden konnte. Tourismusminister Stas Misezhnikov erwartet bis Ende diesen Jahres insgesamt 3,4 Mio. Touristen in Israel.
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Facebook hilft israelischer Armee
Religiöse Jüdinnen sind in Israel vom Wehrdienst befreit. Deshalb geben sich immer wieder säkulare junge Frauen als strenggläubig aus. Mit Hilfe des sozialen Netzwerkes „Facebook“ hat die Armee in den vergangenen zwei Jahren 1.000 Lügnerinnen überführt.
Ein Militärvertreter teilte am Montag mit, eine Frau habe ihren jüdischen Glauben als Grund für die Wehrdienstverweigerung genannt. Später habe sie über Facebook ein Foto gepostet, auf dem sie die Speisekarte eines nicht-koscheren Lokals in der Hand hält. Eine weitere Kandidatin aktualisierte am Schabbat ihr Profil. Alle überführten Frauen wurden zur Verantwortung gezogen, wie die Tageszeitung „Ha´aretz“ berichtet.
Die Armee hat vor zwei Jahren Ermittler engagiert. Die Einheit wurde in die Abteilung für Informationssicherheit des militärischen Geheimdienstes integriert, heißt es in der offiziellen Wochenzeitung der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte, „Bamahane“. Sie befasst sich nicht nur mit Wehrpflichtigen, die falsche Angaben machen, sondern sucht auch nach Sicherheitslücken im Informationssystem. Dafür durchforstet sie unter anderem Facebook, MySpace und Twitter. Zudem untersuchen die Ermittler die Abschriften von Hunderten Gesprächen ranghoher Offiziere, um sicherzugehen, dass diese nicht ohne Autorisierung mit Journalisten sprechen. Die neue Einheit soll einen Lügendetektor benutzen dürfen, wenn der Verdacht aufkommt, dass Armeeangehörige Informationen haben durchsickern lassen…